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Glosse

Foto: KI

Alle reden davon, dass wir uns von den USA und von China digital unabhängig machen müssen. Ich auch. Mehr noch, ich gebe das hiermit zu Protokoll. Und zu Weihnachten wünsche ich mir eine KI, die in Deutschland zur Schule gegangen ist.

Dabei habe ich mit der Künstlichen Intelligenz generell zunächst auf Kriegsfuß gestanden. Ich kann mich noch gut an einen Jungpolitiker erinnern, der mir KI-verfasste Pressemitteilungen unterjubeln wollte. Dem habe ich für den Wiederholungsfall mit Rausschmiss aus meinem Blog gedroht. Die Warnung scheint angekommen zu sein. Oder die KI in Diensten der Nachwuchshoffnung hat inzwischen dazugelernt.

Mittlerweile habe ich auch eine intelligente Digitale zur Seite. Ich habe sie nicht eingeladen, sie ist mir von meinem Plattformanbieter wohlmeinend hinzugesellt worden. Schnell habe ich ihre Stärke er- und der Neuen den Status Duldung zuerkannt.

Häufig bekomme ich von meinen Zulieferern nur Texte geschickt. Da in meinem Gewerbe ohne Illustrationen wenig Aufmerksamkeit zu erzielen ist, gerate ich immer wieder in Bildnot. Und da schlägt die Stunde der KI. Schöne neue Welt!

Das Superhirn liest sich die Meldung durch und hat in Null Komma nichts ein Motiv kreiert, wenn vielleicht auch nicht das passende. Die Menschen der KI haben nämlich häufig chinesische Gesichtszüge. Polizisten aus der virtuellen Werkstatt tragen zudem chinesische Uniformen. Oder amerikanische, da kenne ich mich nicht so genau aus. Zumindest kann man die Jungs nicht als deutsche Ordnungshüter verkaufen. Und die erfundenen Besucher eines Weihnachtsmarktes in Waren (siehe oben) taugen auch nicht als Einheimische. Womit der Zauber wieder erheblich flöten ist.

Nun hält sich mein Leidensdruck in Grenzen, und vielleicht akklimatisiert sich ja meine Assistentin auch noch. Deshalb erzähle ich das auch nur im kleinen Kreis. Sonst mischt sich da noch irgendeine KI ein. Manchmal werden ja Wünsche wahr. Gerade zu Weihnachten.