Schlagwörter
Gedenken, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow, Pogrom, Reinigung, Stolpersteine
Die Stadt Mirow und die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde laden herzlich zur Reinigung der Stolpersteine am 9. November um 12 Uhr in Mirow, Mühlenstraße/Ecke Schlossstraße, ein.
Am 9. November 1938 brannten in ganz Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte wurden zerstört und geplündert, Menschen jüdischen Glaubens gedemütigt, geschlagen, verhaftet und ermordet. Zu diesem Zeitpunkt hatten die letzten jüdischen Einwohner Mirows die Stadt bereits verlassen. Den jungen Geschäftsleuten Herbert und Herta Rosenberg gelang damals die lebensrettende Flucht aus Deutschland.
87 Jahre danach ist Erinnerung wichtiger denn je. Angesichts zunehmender antisemitischer Vorfälle in Deutschland tragen sich jüdische Menschen wieder mit dem Gedanken, Deutschland zu verlassen. Die mahnenden Worte Elie Wiesels haben nichts von ihrer Aktualität verloren: „1945 war ich überzeugt, dass es keinen Antisemitismus mehr geben würde, dass er mit seinen Opfern in Treblinka und Auschwitz untergegangen sei. Aber ich habe mich geirrt. Nur die Opfer sind umgekommen; der Antisemitismus ist quicklebendig.“
