Schlagwörter
Aktionsbündnis, Ausbau, B96, Fürstenberg, Mecklenburg-Strelitz, Neubrandenburg, Neustrelitz, Protest

Das Aktionsbündnis „B96-Ausbau: So nicht!“, dem unter anderem die Gemeinde Blumenholz, der BUND und regionale Organisationen der LINKEN und der GRÜNEN angehören, erneuert seinen seit Jahren vorgetragenen Protest gegen den „natur- und menschenfeindlichen überdimensionierten Ausbau der B96 zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz“. Am Samstag, 13. September, sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Protestkundgebung an der B96 eingeladen. Treffpunkt ist um 11 Uhr in Usadel – auf der Wiese am B96-Parkplatz („Eugen-Geinitz-Blick“).
Dort gibt es eine Fotoaktion, kurze Reden, Musik sowie einen Info- und Getränkestand zum Thema. Die An- und Abreise Teilnehmer*innen erfolgt in diesem Jahr individuell. Eine gemeinsame Fahrradfahrt ab Neustrelitz und Neubrandenburg wird aber dennoch angeboten. Treffpunkte sind um 9.30 Uhr auf dem Marktplatz in Neustrelitz und um 9.15 Uhr am Parkplatz Augustabad (Eingang Wald) in Neubrandenburg.
Alternativplanung bereits vor Jahren vorgelegt
„Wir werden unserem Protest weiter aufrechterhalten, solange die Bagger nicht rollen.“, sagt Annett Beitz vom BUND in Neubrandenburg. „Der Neubau der Umgehungsstraße in Wolgast auf Usedom wird nach neuesten Informationen vier Mal so teuer wie geplant. Übertragen wären das für den Ausbau der B96 zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz 400 Millionen Euro! Wir fordern weiterhin einen nur moderaten Ausbau mit einigen wenigen Überholmöglichkeiten und einen zeitnahen Planungsbeginn dafür. Diese Alternativplanung haben wir bereits vor Jahren vorgelegt: Sie ist viel wirtschaftlicher, verbraucht weniger Fläche in der Landschaft und erspart den Kommunen die Baulast für das Straßen-Anbindungsnetz, das mit dem Ausbau der B96 zwangsweise entsteht.
Die monatlichen Protestdemos in Usadel gibt es seit Sommer 2021, die Ortschaft Usadel ist durch den Bau einer Ortsumfahrung direkt von den Ausbauplanungen der B96 betroffen. Das Aktionsbündnis „B96-Ausbau: So Nicht“ wurde 2018 in Neubrandenburg gegründet und engagiert sich für einen bedarfsgerechten Ausbau der B 96 zwischen Fürstenberg, Neustrelitz und Neubrandenburg. Neben dem BUND arbeiten verschiedene Verbände, Gemeinden und Initiativen aus der Region und aus Fürstenberg/Havel mit. Seit Anfang 2020 vernetzt sich das Aktionsbündnis verstärkt nach Süden in das Land Brandenburg und hat weiterhin starken Mitgliederzuwachs.
Dem Bündnis geht es besonders darum, dass der Flächenverbrauch in Grenzen gehalten wird und insbesondere der Naturraum geschont wird. Aus Sicht des Bündnisses sollten die Planungen behutsamer erfolgen, um die Strecke nicht noch attraktiver für den Schwerlastverkehr zu machen. In einem Geoportal (www.b96-ausbau-so-nicht.de) zeigt das Bündnis den aktuellen Streckenverlauf, den Planungsstand und die Dimensionen für den Ausbau der B 96 zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg auf. Dort sind auch weitere Informationen zum Aktionsbündnis zu finden.