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Anfrage, Dampflok, Kellerbühne FreiGespielt, Komödie, Leserin, Lesung, Mecklenburg-Strelitz, Mirow, Neustrelitz, Recherche

In meinem nächsten Leben werde ich wahrscheinlich Eisenbahner. Zumindest zeichnet sich das ab. Vor ein paar Jahren habe ich unter anderem für die Betriebszeitung des Neustrelitzer Bahnwerkes gearbeitet. Dann entdeckte mich der Mirower Buchhändler Peter Schmitt für eine Lesung im von ihm okkupierten Unteren Schloss. In dem Text ging es um die Fahrt mit einer Dampflok anno 1875. Ich muss meine Sache wohl so gut gemacht haben, dass ich am 9. September an selber Stelle aus selbem Buch ein weiteres Kapitel vortragen darf. Zum Vormerken: 18.30 Uhr. Diesmal steht eine Zugfahrt im Jahr 1936 auf dem Programm, wieder unter Dampf, und wieder abenteuerlich.
Nicht unerwähnt will ich bei der Gelegenheit lassen, dass die Kellerbühne FreiGespielt, der ich die Freude und Ehre habe anzugehören, schnurstracks auf die Premiere ihrer neuen Komödie Ende November in Mirow hinsteuert. Das Thema, Sie ahnen es vielleicht schon, die Bahn, genauer geschrieben, die Deutsche, nunmehr dampflos – „Es fährt kein Zug nach irgendwo“. Sobald die Tickets gedruckt sind, mehr dazu.
Hans Dampf schwer gefordert
Meine geschätzte Neustrelitzer Leserin Susanne Gebühr wird das alles nicht gewusst haben, als Sie mich vor ein paar Stunden als „Hans Dampf“ titulierte und mich mit einem schwierige Rechercheauftrag überfiel. Oder sie hat den berühmten 7. Sinn. „Wir haben unseren Garten in einer Anlage in der Nähe der Bahngleise in Neustrelitz“, schreibt sie mir. „Und wir sind nicht nur Gartenliebhaber, sondern auch Freunde alter Technik. Es kommt in letzter Zeit öfter mal vor, dass wir mit nostalgischen Geräuschen überrascht werden: Es schnauft und pfeift, und manchmal sehen wir Qualm und können ihn sogar riechen. Nur dann ist es für uns zu spät los zu laufen, um die Dampflok oder den historischen Zug auch zu sehen!“ Das sei sehr schade, denn so ein Anblick wecke doch immer wieder Erinnerungen. Im Internet sei zu solch seltenen Durchfahrten leider nichts zu finden, beklagt die Neustrelitzerin.
Vielleicht hätte ich eine Idee, wie man die Termine herausfinden könnte. Habe ich bei aller Expertise nicht, ich kann die Angelegenheit nur in meinen Blog stellen und auf einen tatsächlichen Insider hoffen. Was hiermit getan ist. Einen schönen Abend in die Strelitzius-Gemeinde!
Hallo „Hans Dampf“,
schade, dass sich auf unsere „(Schienen)spursuche“ noch niemand gemeldet hat. Aber vielleicht ist mir selbst eine Idee gekommen?Gestern spazierte ich an den Schienen entlang in der Bürgerhorststraße Richtung Garten, als sich mir plötzlich ein überraschender Anblick bot. Richtung Süden rauschte majestätisch der Rheingold Express an mir vorbei! Wie eine Fata Morgana glitt der historische Luxuszug aus den 60ern blitzend vor Sauberkeit an mir vorüber. Ein sagenhafter Anblick!
Laut Fahrplan im Netz startet dieses Schmuckstück am 31.8. von Dortmund nach Salzburg. Könnte es sein, dass solche und ähnliche historische Raritäten im Bahnwerk Neustrelitz gewartet werden? Heute bestätigt mir die KI meinen „Verdacht“! Meine Hoffnung gebe ich noch nicht auf, dass vielleicht hier auch ein Bahnwerker mitliest und ab und zu mal die „Katze aus dem Sack“ lässt, einfach aus Eisenbahnnächstenliebe…
Das Bahnwerk Neustrelitz arbeitet immer wieder historische Eisenbahntechnik auf, wie ich aus eigener beruflicher Erfahrung weiß. Wenn sich der Express also nicht verfahren hat, liegt die Vermutung nah, dass ihm in der Residenzstadt zu neuem Glanz verholfen worden ist.