Schlagwörter
Busfahrer, Kärger, Kind, Landrat, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Vorfall

Landrat Heiko Kärger hat „mit großer Bestürzung“ von einem Vorfall erfahren, der sich letzte Woche in Neustrelitz zugetragen hat. Demnach hatte der Busfahrer eines MVVG-Subunternehmens einem etwa zehnjährigen Kind die Mitfahrt verweigert. Dieses hatte sich zuvor hilfesuchend, und ehrlich, an den Busfahrer gewandt und angegeben, weder Geld noch seine Schülerfahrkarte dabei zu haben.
„Ich habe mich inzwischen persönlich mit den Geschäftsführungen der beteiligten Unternehmen in Verbindung gesetzt. Denn ja, es gibt Beförderungsbestimmungen. Aber es gibt auch, wie in diesem Fall, Notsituationen. Situationen also, in denen Augenmaß und Mitmenschlichkeit wichtiger sind als eine Fahrkarte“, so der Landrat.
Er habe die Geschäftsführungen angewiesen, ihre Busfahrerinnen und Busfahrer dahingehend zu sensibilisieren, damit sich solche Vorfälle im Landkreis nicht wiederholen. Und er bedanke sich bei den beiden aufmerksamen Zeugen bedanken, die das weinende Kind trösteten, ihm eine Fahrkarte kauften und den Vorfall öffentlich machten. „Sie haben die Menschlichkeit bewiesen, die ich in Zukunft in solchen Fällen auf dem Fahrersitz sehen möchte.“
Ich kann mich erinnern, dass es in meiner Kindheit und der unserer Kinder durchaus möglich war, im Alter von etwa 10 Jahren eine Strecke von drei Kilometern und mehr zu Fuß zurück zu legen. Auch mit Schulranzen und ähnlichem Gepäck.
Wenn ich die Meldung richtig begreife, handelt es sich hier aber nicht um den Stadtbusverkehr.
Nun ja, laut Zeitung war es ein Stadtbus und das Ziel Kiefernheide. Sonst hätte ich mich nicht zu meinem Kommentar hinreißen lassen. Es war nicht mangelndes Verständnis für Kinder. Eher das Gegenteil! Meine Liebe zu Kindern war mein(e) Beruf(ung), und so bin ich immer noch sehr interessiert am Werdegang der jungen Generation…