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Landrat Heiko Kärger hat „mit großer Bestürzung“ von einem Vorfall erfahren, der sich letzte Woche in Neustrelitz zugetragen hat. Demnach hatte der Busfahrer eines MVVG-Subunternehmens einem etwa zehnjährigen Kind die Mitfahrt verweigert. Dieses hatte sich zuvor hilfesuchend, und ehrlich, an den Busfahrer gewandt und angegeben, weder Geld noch seine Schülerfahrkarte dabei zu haben.

„Ich habe mich inzwischen persönlich mit den Geschäftsführungen der beteiligten Unternehmen in Verbindung gesetzt. Denn ja, es gibt Beförderungsbestimmungen. Aber es gibt auch, wie in diesem Fall, Notsituationen. Situationen also, in denen Augenmaß und Mitmenschlichkeit wichtiger sind als eine Fahrkarte“, so der Landrat.

Er habe die Geschäftsführungen angewiesen, ihre Busfahrerinnen und Busfahrer dahingehend zu sensibilisieren, damit sich solche Vorfälle im Landkreis nicht wiederholen. Und er bedanke sich bei den beiden aufmerksamen Zeugen bedanken, die das weinende Kind trösteten, ihm eine Fahrkarte kauften und den Vorfall öffentlich machten. „Sie haben die Menschlichkeit bewiesen, die ich in Zukunft in solchen Fällen auf dem Fahrersitz sehen möchte.“