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Am Neujahrsmorgen kam es gegen 9.30 Uhr zu einem Polizeieinsatz im Neubrandenburger Reitbahnweg. Über den Notruf wurde eine verletzte und stark blutende männliche Person vor einem Hausaufgang gemeldet. Die Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg erschienen zeitgleich mit einem Rettungswagen vor Ort. Bei der verletzten Person handelt es sich um einen 47-jährigen deutschen Staatsangehörigen. Dieser wurde mit erheblichen Verletzungen und kaum ansprechbar zur weiteren medizinischen Versorgung mit dem Rettungswagen ins Klinikum gebracht.

Vor Ort konnten die Beamten den Hausbewohner feststellen, der zuvor den Notruf abgesetzt hatte. Hierbei handelt es sich um einen hinlänglich polizeibekannten 21-jährigen Deutschen. Dieser schien augenscheinlich alkoholisiert zu sein. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,98 Promille. Während der Anzeigenaufnahme machte der Hinweisgeber widersprüchliche Angaben zum Sachverhalt. Nach der ersten Tatortarbeit wurden die polizeilichen Maßnahmen vor Ort zunächst beendet.

Aufgrund der widersprüchlichen Aussagen des 21-Jährigen und der später eingegangenen Meldung des Krankenhauses, dass der 47-Jährige lebensbedrohliche innere Verletzungen habe, wurde die Wohnung des Tatverdächtigen am Nachmittag erneut aufgesucht. Die Kollegen des Kriminaldauerdienstes kamen zur Spurensicherung und weiteren Ermittlungsarbeiten zum Einsatz. Der Tatverdächtige konnte gegen 15.30 Uhr an der Wohnanschrift angetroffen werden.

Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass der 47-Jährige am Morgen des 1. Januar in der Wohnung des Tatverdächtigen war. Es kam zu einem Streitgespräch. Kurz darauf schlug der Jüngere auf den 47-Jährigen mehrfach mit einem Baseballschläger ein, brachte ihn anschließend in den Hausflur und betätigte den Notruf.

Die Beziehung der beiden Männer und das Motiv der Tat bleiben Bestandteil der laufenden Ermittlungen. Durch eine Bereitschaftsrichterin wurden die Durchsuchung der Wohnung und die vorläufige Festnahme des Beschuldigten angeordnet. Der Baseballschläger wurde aufgefunden und als mögliches Tatmittel sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat einen Haftantrag gestellt. Eine Haftvorführung heute um 14.30 Uhr am Amtsgericht Neubrandenburg ergab, dass gegen den 21-Jährigen Beschuldigten ein Haftbefehl erlassen wurde.