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Bauernverband, CDU, Diener, Landtag, Mecklenburg-Vorpommern, Minister, Wolf
In Mecklenburg-Vorpommern haben sich innerhalb von zwei Wochen anscheinend sieben neue Wolfsrudel etabliert. Dies erklärte der zuständige Minister gestern auf einer Klausurtagung des Bauernverbandes. Noch vor zwei Wochen nannte er als offizielle Bestandszahlen 19 Rudel, zwei Paare und Einzelwölfe für MV. Gestern war bereits von 26 Rudeln, mehreren Paaren und Einzeltieren die Rede. Der Agrarpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Thomas Diener, erklärt hierzu:
„Entweder wurde bisher versucht, den Bestand an Wölfen offiziell kleiner zu reden als er ist, oder der Bestand ist in den letzten beiden Wochen explodiert. Seit Jahren sediert der Landwirtschaftsminister seine Zuhörerinnen und Zuhören mit Begriffen wie ,Wolfsmonitoring‘ und ,Wolfsmanagement‘ – jetzt stellt sich heraus, dass all das Beobachten und Managen offensichtlich überhaupt nichts bringt: Weder ist es möglich, eine halbwegs exakte Anzahl an Wölfen festzustellen, noch wurde der jetzt schon sehr günstige Erhaltungszustand der Wolfspopulation auch nur ansatzweise eingedämmt.
Beim Umgang mit dem Wolf ist schon lange ein gewisser Kontrollverlust zu konstatieren. Dieser allerdings ist vom Landwirtschaftsminister politisch ausdrücklich so gewollt: Die Bejagung des Wolfes wurde vom Landwirtschaftsminister auf dem Verwaltungsweg quasi verunmöglicht, jegliche Zuständigkeit wurde beim Bund und bei der EU abgeladen. Gleichzeitig weigert sich der Landwirtschaftsminister standhaft, den Wolf als Raubtier überhaupt anzuerkennen – stattdessen dominiert bei der Linkskoalition nach wie vor ein Bild vom Wolf, das auf Vorstellungen aus Zeichentrickfilmen stammt. Leider zieht der Wolf in Mecklenburg-Vorpommern keine Findelkinder groß, sondern reißt Nutztiere und das in wachsender Zahl. Es ist bedauerlich, dass die Landesregierung sich nach wie vor standhaft weigert, an dieser Stelle endlich ein deutlich robusteres Vorgehen zu gestatten.“
