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Die TSG-Spieler kamen nur selten bis vor das Tor der Mahlsdorfer.

Da hatten die rund 350 Zuschauer heute Nachmittag im Neustrelitzer Parkstadion sicherlich mehr erwartet. Sehenswerten Oberliga-Fußball boten nur die Gäste von Eintracht Mahlsdorf, während unsere TSG Neustrelitz gelinde geschrieben keine gute Vorstellung abgegeben hat. Am Ende unterlagen die Gastgeber mit 0:3 (0:0) und waren noch gut bedient. Zwei weitere Tore der Mahlsdorfer wurden wegen Abseits nicht anerkannt, die außerdem noch den Pfosten und die Latte trafen. Die Tore für die Berliner schossen Dino Fazlic (57.), Christoph Zorn (65.) und Anton Kanther (81.).

Mahlsdorf von Beginn an die dominierende Mannschaft mit der ersten Großchance in der 10. Minute, als Paul Benjamin Krause im Kasten der Neustrelitzer einen eigentlich simplen Ball nicht festhalten kann. Die Strelitzer Jungs brauchten ganze 30 Minuten, ehe sie zu einer nennenswerten Tormöglichkeit kamen. Aber gleich drei Neustrelitzer standen sich im 5-Meter-Raum der Mahlsdorfer gegenseitig auf den Füßen. Überhaupt wirken die Platzherren in der Offensive regelrecht unbeholfen und werden zumeist noch vor dem Strafraum der Eintracht abgefangen.

Zu allem Überfluss wird kurz vor der Halbzeit Justus Guth, einer der Führungsspieler der TSG verletzt. Für ihn kommt nach dem Seitenwechsel Dustin Keil. Eine von Kevin Akogo und Javier Alejandro Jimenez Paris vorgetragene Attacke der Neustrelitzer zu Beginn der zweiten Halbzeit ließ noch einmal Hoffnung aufkommen, dass die TSG in der Kabine aufgetankt haben könnte. Dem war offenbar nicht so, die Mahlsdorfer spielten jetzt alle ihre Qualitäten aus und zogen unaufhaltsam davon. Daran konnte auch Manuel Härtel nichts ändern, der eingewechselt wurde und einmal die gegnerische Abwehr überrannte, aber der Ball war schneller. Dunkler Himmel, einsetzender Nieselregen, die pure Tristesse, passend zur Verfassung der TSG-Mannen, die nach Abpfiff mit gesenkten Köpfen enttäuscht von der eigenen Leistung herumstanden oder -saßen und von Coach Thomas Franke erst aufgefordert werden mussten in die Kabine zu gehen.

Nach vorn, das war null Komma nichts

„Wir haben einfach schlecht gespielt, vor allem in der zweiten Hälfte“, so Franke im Gespräch mit mir. „In den ersten 45 Minuten hatten wir noch die eine oder andere gute Passage mit dem Ball und haben auch recht ordentlich verteidigt. Aber der Ausfall von Justus Guth, der hinten immer viel wegnimmt, hat sich bemerkbar gemacht. Und die anderen Führungsspieler haben es nicht hinbekommen. Es nervt brutal, eine verdiente Niederlage, nach vorn haben wir gar nichts gebracht, das war null Komma null. Mahlsdorf war klar besser, hat es gut gemacht.“

Kritische Worte auch von TSG-Vize Bastian Langguth: „Für mich erschreckend das Unvermögen unserer Mannschaft dagegenzuhalten, auch wenn die Mahlsdorfer stark gespielt haben. Für mich eines der besten Teams der Oberliga, aber das nur nebenbei. Das war für mich heute nicht die TSG Neustrelitz, die vor 14 Tagen im Pokal Hansa Rostock fast ins Elfmeterschießen gezwungen hätte. Wir müssen nach vorn schauen. So können wir auf lange Sicht nicht weitermachen.“

Die TSG Neustrelitz bleibt mit zehn Punkten auf Platz 12 der Tabelle. Am kommenden Sonntag treten die Neustrelitzer beim SC Staaken 1919 (14.) an.

Auch Manuel Härtel, der in der zweiten Hälfte eingewechselt wurde, konnte das Spiel nicht wenden.
Enttäuschung nach Spielende bei den Strelitzer Jungs und ihrem Anhang.