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2. Bundesliga Nord, Mecklenburg-Strelitz, Orderbase Volleys Münster, PSV Neustrelitz, Spielbericht, Volleyball

In Münster musste das dezimierte Bundesligateam des PSV Neustrelitz am Samstagabend erneut eine knappe Fünf-Satz-Niederlage (21:25, 26:24, 25:27, 25:23, 8:15) hinnehmen, wobei die geschlossene Mannschaftsleistung bei dem Krimi hervorzuheben ist. Tom Orzelski, Leonardo Agbortabi und Jacob Genzmer standen nicht zur Verfügung. Coach Dirk Meingast war daher gezwungen, seine Aufstellung anzupassen. Besonders der junge Zuspieler Novissi Amedegnato übernahm eine Schlüsselrolle und meisterte die anspruchsvolle Aufgabe. Trotz des engagierten Auftritts der Neustrelitzer, vieles hat gut funktioniert, reichte es am Ende nicht für den Sieg, berichtet mir Außenangreifer Jesco Genzmer.
Im ersten Durchgang brauchte das PSV-Team Zeit, um sich zu finden. Man lief dem Spielstand von Beginn an hinterher und musste den Satz schließlich abgeben. Im zweiten Satz entwickelte sich ein hart umkämpftes Spiel, bei dem die Neustrelitzer erst gegen Ende richtig Fahrt aufnahmen. Mit großem Einsatz und allem, was sie aufzubieten hatten, gelang es ihnen schließlich, den Satz für sich zu entscheiden.
Der dritte Durchgang verlief zunächst vielversprechend für den PSV Neustrelitz. Das Team trat dominant auf und ließ den Gegner kaum ins Spiel kommen. Mit einer komfortablen Sieben-Punkte-Führung schien der Satz bereits entschieden – nur ein Punkt trennte die Mannschaft vom Erfolg. Doch dann folgte ein bitterer Wendepunkt: Die Münsteraner mobilisierten all ihre Kräfte, drehten die Partie und sicherten sich überraschend den Durchgang. Die Enttäuschung auf Neustrelitzer Seite war riesig. Doch es blieb keine Zeit, den Kopf hängen zu lassen. Die Mannschaft musste sich neu fokussieren und wieder angreifen.
Auch der vierte Satz war ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide Teams schenkten sich nichts, und der Spielverlauf blieb ausgeglichen. In der entscheidenden Schlussphase hatte der PSV Neustrelitz dann endlich die Nase vorn. Mit großem Einsatz sicherte sich die Mannschaft den verdienten Satzausgleich zum 2:2. Ein Punkt war bereits gesichert. Doch das Ziel war klar: Jetzt sollte auch noch der entscheidende zweite Punkt her. Doch es sollte einfach nicht sein. Das Heimteam gab noch einmal Vollgas und wurde von den lautstarken Zuschauern nach vorn gepeitscht. Den Männern aus Neustrelitz hingegen fehlte die letzte Energie und, wie schon zuletzt gegen Mondorf, im entscheidenden Tie-Break das Quäntchen Glück, um den Sieg nach Hause zu bringen.
Eine bittere Niederlage, denn das Spiel hätte durchaus auch anders ausgehen können, meint mein Blogpartner. „Jetzt heißt es, die Enttäuschung zu verarbeiten und in zwei Wochen beim nächsten Heimspiel gegen die Sportfreunde Aligse neu anzugreifen – schließlich ist die Saison noch jung.“