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Fußball, Mecklenburg-Strelitz, Oberliga Nord, Spielbericht, TSG Neustrelitz, TuS Makkabi Berlin

Unsere Fußball-Oberligisten der TSG Neustrelitz müssen weiter auf den ersten Heimsieg der Saison warten. Am Nachmittag verloren sie im Parkstadion vor rund 380 Zuschauern gegen die Gäste vom TuS Makkabi Berlin mit 0:3 (0:1). Einem Eigentor der Platzherren bereits in der 6. Minute nach viel zu ängstlichem Beginn folgten Treffer von Will Anderson Siakam in der 49. Minute, bei dem die TSG einfach nicht gut verteidigte, und von Denis Sahin in der 93. Minute, der einen blitzschnellen Konter abschloss. Da hatten die Neustrelitzer alles nach vorn geworfen, um wenigstens noch zur Resultatsverbesserung zu gelangen.
Sie hatten sich in beiden Halbzeiten Chancen erarbeitet, ließen aber wie so oft bei aller Feldüberlegenheit die Effektivität im Abschluss vermissen. So hätte Manuel Härtel noch vor der Pause bei einer Hundertprozentigen den Ausgleich erzielen müssen. Die Berliner taten nur das Nötigste und mussten mehrmals vom Trainer lautstark erinnert werden, doch wieder Fußball zu spielen.
Leider sah der durchgebrochene Härtel in der 81. Minute die Rote Karte, nachdem er Makkabi-Schlussmann Jack Krause aus vollem Lauf unglücklich am Kopf getroffen hatte. Zwei Minuten später wurden auch die Berliner vom Unparteiischen Jannis Körner dezimiert. Gelb-Rot gegen den schon vorgewarnten Ibrahim Diallo, der einen ruhenden Ball wegschlug.
„Es war kein 0:3-Spiel, wie so oft. Positiv zu bemerken ist, dass wir nie aufgehört haben zu kämpfen“, sagte mir TSG-Kapitän Nils Röth nach der Partie. „Die Moral stimmt in der Mannschaft, jetzt geht es darum Punkte zu sammeln, gerade zu Hause. Unsere Heimstärke war in der vergangenen Saison unser Prunkstück, da müssen wir wieder hinkommen. Vielleicht braucht es einen Knotenlöser, und dann sind wir wieder da.“
„Makkabi hat seine Chancen halt eiskalt genutzt, wir zu ungenau im 16er nicht“, brachte es TSG-Coach Thomas Franke auf den Punkt. „Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen, die haben alles reingehauen, Vollgas gegeben. So ist es, wenn man eine junge Mannschaft hat, die viel lernen muss. Wir müssen weitermachen und die Köpfe aufrichten. Das ist so ein Tag, da müssen wir durch, die Jungs haben sich trotz des schlechten Starts definitiv gewehrt, eigentlich ein richtig gutes Spiel gemacht, besser, als in Ahrensfelde.“ Wo bekanntlich drei Punkte geholt wurden.
„Das Traurige, ja die schlimmste Erkenntnis ist, dass Makkabi nicht wirklich gut gespielt hat, und wir trotzdem eine Heimniederlage einstecken müssen“, sah es TSG-Vizepräsident Bastian Langguth. „Da uns Topfavorit Hansa Rostock im Pokal frühzeitig ins Haus steht, müssen wir davon ausgehen, dass die Liga für uns in dieser Saison alles ist. Und dafür reicht das, was wir heute gesehen haben, definitiv noch nicht.“
Die TSG Neustrelitz, jetzt auf Rang 13, muss am kommenden Sonnabend, 28. September, beim Tabellenzweiten Lichtenberg 47 antreten. Am Freitag, den 4. Oktober, kommt Dynamo Schwerin ins Parkstadion.

