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Borwinheim, GWG, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Verabschiedung, Weißbach

Großer Bahnhof heute Vormittag im Neustrelitzer Borwinheim. Mehr als 100 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft waren gekommen, um sich bei Frank Weißbach für 46 Jahre Tätigsein in der Wohnungswirtschaft, davon 22 Jahre im Vorstand der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft (GWG), zu bedanken und ihm alles Gute für die Zukunft zu wünschen. Der Geschäftsführende Vorstand ist mit Jahresbeginn offiziell in den Ruhestand gegangen und hat den Staffelstab an Christian Ehlert übergeben.
In ihrer Laudatio bezeichnete Dr. Nicole Landt, Aufsichtsratsvorsitzende der GWG, das Ausscheiden Weißbachs als einen Einschnitt, auch wenn es natürlich in der GWG planmäßig und geordnet weitergehe. Frank Weißbach sei über zwei Jahrzehnte auf außerordentliche Weise mit der GWG verbunden gewesen. Mit einem hohen Anspruch an Wohnqualität habe er das Neustrelitzer Stadtbild mit geprägt und für einen attraktiven Wohnungsbestand der GWG gesorgt. Dass er dabei das richtige Händchen gehabt habe, beweise eine Leerstandsquote von unter zwei Prozent.
„Er hat immer eine Vision von der Genossenschaft gehabt und auch den Mut, diese Vision umzusetzen. Nichts hat er dem Zufall überlassen, ihn haben Beständigkeit und Robustheit ausgezeichnet, und wenn es Hindernisse gab, so hat er Wege gefunden, diese Hindernisse zu überwinden, und unseren Wohnbauten zu neuem Glanz verholfen“, betonte die Rednerin. Frank Weißbach sei kein Zauderer gewesen, sondern eher ein Antreiber, ohne ihn sähe die GWG nicht so aus, wie sie sich heute als drittgrößtes Wohnungsunternehmen der Stadt mit 538 eigenen Wohneinheiten präsentiere. Es sei ihr eine Ehre gewesen, so die Aufsichtsratsvorsitzende, Frank Weißbach ein Stück auf seinem Weg zu begleiten.
Der Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund stellte heraus, dass die Verwaltung in Frank Weißbach immer einen Ansprechpartner mit festen Zielen hatte, der einen nicht unwesentlichen Anteil an der Blüte von Neustrelitz habe. „Er hat die positive Entwicklung unserer Stadt jeden Tag mit seiner Arbeit befördert.“ Grund hofft, dass Weißbach auch künftig hin und wieder den Weg ins Rathaus findet und seiner Heimatstadt weiter zur Seite steht. Das Stadtoberhaupt überreichte dem Gewürdigten eine Strelitzie.
Die Goldene Ehrennadel erhielt die Hauptperson des Festaktes vom Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen. Dessen Direktor Andreas Breitner unterstrich, dass Frank Weißbach nicht nur bei der GWG und in Neustrelitz, sondern auch im Verband große Spuren hinterlassen habe. „Er hat für den Verband regelrecht gebrannt und uns aus seinem enormen Erfahrungsschatz jede Menge Input gegeben.“ Breitner äußerte sich überzeugt, dass das Wirken Weißbachs in der GWG noch über Jahre zu spüren sein werde.
Verantwortung für das Gute und für das Streitbare
Der Geehrte selbst äußerte sich überwältigt von den Worten der Redner und von der Teilnehme an der heutigen Veranstaltung. Er bedankte sich bei allen seinen Mitstreitern. „Es war eine tolle Zeit, eine lange Zeit und manchmal auch ein steiniger Weg.“ Sein Motto bei der Beurteilung einer Wohnsituation sei immer gewesen: „Würdest du selbst hier einziehen wollen?“ Zusammenarbeit habe für ihn stets obenan gestanden, er habe Verantwortung übernommen „für das Gute und für das Streitbare“.
Am 17. Juni 2025 begeht die GWG ihr 100. Gründungsjubiläum. Er wünsche sich, so Frank Weißbach abschließend, dass es an diesem Tag auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofes zur Grundsteinlegung für das erste Neubauwohnvorhaben der GWG nach 1941 kommt. Seinem Nachfolger Christian Ehlert sicherte er Unterstützung zu und wünschte ihm Kraft und Weitblick. „Du bist der Richtige zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, äußerte er sich überzeugt. Stehende Ovationen für Frank Weißbach gab es für die Zusicherung an die Versammelten, ihn nicht das letzte Mal gesehen zu haben.
Mit einem tollen Buffet, hergestellt vom Café & Bistro Nummer 1, klang die Festveranstaltung aus. Die TSG Neustrelitz sorgte für die Getränkeversorgung. Eine weitere Würdigung und Verabschiedung von Frank Weißbach für die Genossenschaftsmitglieder/Mieter soll es auf der Jahreshauptversammlung im Sommer geben.

