Schlagwörter
Hobbykapitän, Müritz, Mecklenburgische Seenplatte, Röbel, Rechlin, Rettung, Sportboot

Am gestrigen Mittwoch gegen 15.30 Uhr erhielt die Wasserschutzpolizeiinspektion Waren die Information, dass sich ein Sportboot auf der Müritz Höhe Großer Schwerin in einer dramatischen Situation befindet. Demnach soll das Sportboot mit einem Schwimmsteg im Schlepptau bereits sinken und eine Person im Wasser sein.
Die Witterungsverhältnisse waren zur Ereigniszeit besorgniserregend, zumal vom DWD vorab eine Windwarnung für ganz Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht wurde. Am Unfallort herrschten schwierige Bedingungen mit Windstärken Bft 6 – 7, in Böen Bft 9 – 10. Die Wassertemperatur betrug ca. 3 Grad Celsius und der Seegang ca. 1,50 Meter.
Bei Eintreffen der Einsatzkräfte hatte sich der 26-jährige Hobbykapitän bereits selbst auf seinen Schwimmsteg begeben, welcher sich zwischenzeitlich vom Boot gelöst hatte und Richtung Müritzufer trieb. Das Sportboot befand sich bereits auf Grund. Der verunfallte Sportbootführer wurde durch die Kameraden der Feuerwehr Rechlin mit Verdacht auf Unterkühlung in Ludorf an den Rettungsdienst übergeben und später im Krankenhaus Waren stationär versorgt.
Im Einsatz waren jeweils zwei Einsatzfahrzeuge und ein Einsatzboot der Feuerwehren Rechlin und Röbel sowie die Wasserschutzpolizeiinspektion Waren mit einem Binnenstreifenboot. Landseitig wurde der Einsatz durch das Polizeirevier Röbel unterstützt. Die Ermittlungen zum Unfallgeschehen dauern derzeit noch an und werden durch die Wasserschutzpolizeiinspektion Waren geführt. Die Landeswasserschutzpolizei M-V appelliert eindringlich an alle Sportbootführer, sich im Rahmen der erforderlichen Planung einer Bootstour auch über die Witterungsverhältnisse zu informieren.