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Bahnhof, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow, Stadtentwicklung

Was nur wenige in Mirow für möglich gehalten haben, wird jetzt konkreter. Bürgermeister Henry Tesch hat darüber informiert, dass sich der Bahnhof seit 2023 im Eigentum der Stadt Mirow befindet, vertreten durch das städtische Wohnungsbauunternehmen Wobau Mirow. „Wir hatten es uns auf die Fahnen geschrieben, den Schandfleck im Stadtgebiet in dieser Wahlperiode in Angriff zu nehmen.
Klar war allen, dass dieses seit Jahrzehnten leer stehende Gebäude förmlich danach schreit, wieder zum Leben erweckt zu werden“, so der Bürgermeister.
Das Gebäude wurde nach Verhandlungen für einen symbolischen Euro erworben. Der Weg bis hierher war langwierig und herausfordernd, aber dank aller Partner letztlich erfolgreich. Wobau-Chefin Anna Doss teilte mit, dass eine Begehung mit zukünftigen Nutzern für große Flächen des Gebäudes im Beisein des Bürgermeisters erfolgt ist. „Dieser Umstand“, so die Geschäftsführerin, „lässt uns zuversichtlich die Umsetzung des Projektes angehen. Entsprechende Mittel sind in den Wirtschaftsplan des Unternehmens eingestellt.“ Henry Tesch dankte in dem Zusammenhang auch den Aufsichtsratsmitgliedern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Wohnungsbaugesellschaft Mirow.
Architektin Kerstin Heller, die beim Termin mit dem Bürgermeister dabei war, ist begeistert von dem Gebäude und dem alles in allem guten Zustand. „Nach grober Schätzung“, sagte Kerstin Heller, „gehe ich von einer Gesamtnutzungsfläche von über 1500 Quadratmeter aus. Näheres dann Ende März“, so die Architektin, „wenn wir das Gebäude insgesamt aufgenommen haben.“ 2026 soll mit den Nutzern Einweihung gefeiert werden, gab Bürgermeister Henry Tesch bekannt.
„Darüber hinaus warten im Zusammenhang mit dem Bahnhofs-Areal weitere Herausforderungen auf uns. Die Stadtvertretung hat bereits 2022 die Planung des grundhaften Ausbau der beiderseitigen Gehwege in der Bahnhofstraße einschließlich Straßenbeleuchtung an das Büro A & S Neubrandenburg vergeben. Die Kostenberechnung liegt derzeit bei einer Gesamtsumme von 337.608,65 €. Ein Fördermittelantrag ist gestellt. Nach jetzigem Stand soll es hierzu im Sommer 2024 Aussagen seitens der Fördermittelgeber geben, auf die wir dringend warten“, so das Stadtoberhaupt. „Darüber hinaus müssen wir uns Gedanken über den Vorplatz, seine Gestaltung und seine Nutzung machen, um auch hier ein Projekt einschließlich Förderung auf den Weg zu bringen. Jetzt freuen wir uns aber erstmal, dass wir dieses große und imposante Bahnhofsgebäude in Angriff nehmen können und krempeln gemeinsam die Ärmel hoch.“