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Die Kulturfördervereine in der Mecklenburgischen Seenplatte wollen ihre Arbeit sichtbarer machen und enger zusammenarbeiten. Zu einem ersten Erfahrungsaustausch trafen sie sich jetzt in Neubrandenburg im Studienbereich der Regionalbibliothek und des Stadtarchivs. Eingeladen hatten der Dachverband der Kulturfördervereine in Deutschland (DAKU), die Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in MV sowie der Freundeskreis der Neubrandenburger Philharmonie/Konzertkirche und die Abteilung Kultur der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg.

Eines der großen Themen unserer Zeit bewegt auch die Kulturfördervereine: Wie lassen sich engagierte Mitglieder gewinnen? Wen brauche ich für welche Aufgabe? Wie kann ich jüngere Menschen motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren? Lösungsansätze wurden vom Dachverband der Kulturfördervereine vorgestellt und diskutiert, z.B. Projektarbeit ohne Vereinsmitgliedschaft. Ebenfalls wichtig für die Ehrenamtler: die Vernetzung untereinander und Informationen über Fördermöglichkeiten.

„Gemeinsam kann man mehr erreichen. Mit Vernetzungstreffen wie diesem können wir den engagierten Menschen in den Kulturfördervereinen die Chance geben, sich untereinander kennenzulernen und auszutauschen und konkrete Hilfestellungen aufzeigen– ob sie nun eine Bibliothek erhalten oder eine Kirche restaurieren. Oft sind es – vor allem auf dem Land – gerade die ehrenamtlich Engagierten, die als Kulturvermittler wirken. Diese Arbeit ist für unsere Region unverzichtbar“, sagte Birger Maßmann, Abteilungsleiter für Kultur der Vier-Tore-Stadt.

In der Seenplatte gibt es mehr als 70 Kulturfördervereine – so eine Erhebung. Sie setzen sich für Museen, Theater, Bibliotheken, Konzertsäle und Bauwerke wie Kirchen ein. Ihr Engagement bereichert die Vielfalt kultureller Projekte und hält manche Einrichtung
oder manches Denkmal überhaupt erst am Leben.