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Paul Sprung für den PSV im Angriff. Neben ihm von links Ricardo Galandi, Tom Orzelski und Odin Gnilitza.

Den Fans ist gestern Abend in der Strelitzhalle Volleyball vom Feinsten geboten worden. Wer nicht in Neustrelitz dabei war, der hat echt etwas versäumt. Der PSV Neustrelitz gewinnt im Tiebreak gegen den SV Warnemünde nach zwei gewonnenen und danach zwei verlorenen Sätzen, wobei der fünfte Durchgang schließlich deutlich ausfiel (Strelitzius berichtete).

Ausgezeichnet: Josef Günther (links) und Tom Orzelski.

Total begeistert auch MV-Sportministerin Stefanie Drese. „Was für ein Wahnsinnsspiel, beide Mannschaften haben sich für diese tolle Leistung einen Riesenapplaus verdient“, so die Politikerin, die vom SPD- Landtagsabgeordneten Andreas Butzki begleitet wurde. Ihre Nerven seien zum Zerreißen gespannt gewesen. Und sie freue sich wiederkommen zu dürfen, so die Besucherin aus der Landeshauptstadt, nachdem ihr etwas flapsig gesagt worden sei, das gelte nur bei einem Erfolg der Gastgeber. Nun durfte sie sich von Hallensprecher Sven Gröhe sogar zum PSV-Maskottchen ernennen lassen.

Matchball vergeben

Der PSV hatte es in der Hand, das Spiel nach drei Sätzen zu beenden, vergab aber einen Matchball. Den Durchgang holten sich stattdessen postwendend die Gäste von der Ostsee, die immer stärker wurden und auch den vierten Satz für sich verbuchen konnten. Im fünften Satz konnten sie dem zu voller Kraft zurückgefundenen PSV-Team nur noch zu Beginn Paroli bieten, dann zogen unsere Jungs davon.

Jonathan Kendrick Scott war erneut stolz auf sein Team.

„Das war ein sehr gutes Spiel. Auf beiden Seiten wurde in allen Belangen höchstes Zweitliganiveau geboten“, sagte mir PSV-Coach Jonathan Kendrick Scott. „Ich bin sehr stolz auf meine Jungs Es gehört schon was dazu, nach zwei verlorenen Sätzen zurück ins Spiel zu kommen.“ Als wertvollste Akteure wurden beim PSV Zuspieler Tom Orzelski und bei den Warnemündern Außenangreifer Josef Günther geehrt.

Ein „Zugpferd“ nimmt Abschied

Und dann kam die Stunde des Abschiednehmens. Mit Mannschaftskapitän und Mittelblocker Ricardo Galandi, Zuspieler Cordian Daniluk sowie den Außenangreifern Lucas Grofe und Andreas Fano verlassen zum Saisonende vier Spieler den PSV. Der 32-jährigen Galandi, der seine erfolgreiche sportliche Laufbahn beendet und gestern einmal mehr eine beeindruckende Leistung abgeliefert hat, wandte sich an das Publikum. „Ich habe mich immer ein bisschen als Zugpferd verstanden, um Jüngere für den Volleyballsport zu begeistern, und gern Verantwortung übernommen. Wir haben gemeinsam sehr viel erreicht.“ Teil des Erfolges seien auch die unermüdlichen Helfer, vor allem aus der zweiten Mannschaft, die einen guten Job machen und dadurch den Spielbetrieb absichern. Und der PSV verfüge über tolle Fans. „Behaltet uns in guter Erinnerung“, rief Galandi den Zuschauern zu, die ihn und seine Sportfreunde noch einmal feierten.

Die Fans feiern ihren PSV Neustrelitz mit stehenden Ovationen.

Zum Abschluss seines fünfjährigen Engagements für den Residenzstadtverein bekam Ricardo Galandi von PSV-Volleyballchef Patrick Scholz ein Poster überreicht, auf dem auch ich unterschreiben durfte. Wie Strelitzius erfuhr, wird Galandi dem Verein verbunden bleiben und die Schirmherrschaft für die PSV-Nachwuchsakademie übernehmen. Dazu demnächst mehr. Alles Gute, Ricardo, man sieht sich.

Der PSV Neustrelitz wird definitiv sein ausgefallenes Heimspiel gegen die Kieler aus Termingründen nicht nachholen. Ob zum Saisonende Anfang Mai in Neustrelitz noch gegen den VCO Berlin gespielt wird, ist offen. Das Spiel hatte coronabedingt ebenfalls nicht stattfinden können. Bleibt auf jeden Fall die Auswärtsbegegnung des Tabellendritten PSV Neustrelitz am 23. April beim Siebenten FC Schüttorf 09.

Ein Erinnerungsfoto: von links Cordian Daniluk, Madlene Jahnke und Patrick Scholz, Ricardo Galandi, Cotrainer Dirk Heß, Sven Gröhe, Lucas Grofe, Andreas Fano, Stefanie Drese und Andreas Butzki.
Ricardo Galandi, umringt von Familie und Freunden, die extra zur Verabschiedung angereist waren.