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Maria-Sophie Schmidt

Wie können die Theater und Orchester im Land zukunftsfähig werden? Mit dieser Frage hat sich die 28-jährige Neustrelitzerin Maria-Sophie Schmidt in ihrer Masterarbeit an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin wissenschaftlich beschäftigt. Zur Stunde stellt meine Blogfreundin ihre Ergebnisse dem Theaterförderverein in Neustrelitz vor. Sie hat drei Gutachten zur Theaterreform am Beispiel der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz analysiert und miteinander verglichen.

„Während bislang alle Gutachter den Fokus auf quantitative Faktoren wie zum Beispiel Besucherzahlen oder Fördermittelquoten abstellen, werden die Theater kulturell nicht angemessen bewertet“, so Maria-Sophie Schmidt. „Kulturelle Einrichtungen haben einen ökonomischen Wert, der sich nicht als Geldfluss abzeichnet, aber trotzdem volkswirtschaftliche Bedeutung hat.“ Es sei unstrittig, dass bei den Theatern und Orchestern im Land Reformbedarf bestehe. Die öffentliche Hand tendiere aber dazu, sich immer mehr aus freiwilligen Aufgabenfeldern zurückzuziehen. Theaterförderung werde in Teilen der Politik nicht mehr als Selbstverständlichkeit angesehen.

Andererseits seien die  Bühnenhäuser am Rand ihrer Handlungsmöglichkeit angelangt. Fachleute sprächen zu Recht von einer Theaterkrise. Wie gelangen die Theater zu einer innovativen und nachhaltig tragfähigen Struktur? Wie gelingt der schwierige Spagat zwischen künstlerischer Autonomie einerseits und der gesellschaftlichen Forderung nach kostenbewusstem Theatermanagement andererseits? Fragen, die die Autorin versucht zu beantworten.

Maria-Sophie Schmidt ist nach ihrem Studium bewusst in ihre Heimat zurückgekehrt und arbeitet in der öffentlichen Verwaltung. Für das Masterstudium hat sich die Neustrelitzerin nebenberuflich entschieden. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich intensiv mit der Regionalgeschichte und ist ehrenamtlich im Lions Club Neustrelitz sowie im Volksbund Deutsche  Kriegsgräberfürsorge tätig.