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Die Polizei hat nach monatelanger Vorbereitung durch eine Ermittlungsgruppe der Kripo Neubrandenburg am frühen Montagmorgen einen Schlag gegen den organisierten Drogenhandel in der Mecklenburgischen Seenplatte geführt.  Zeitgleich wurden 15 Objekte durchsucht, vornehmlich im Landkreis, aber auch Gebäude in Hamburg und Sachsen-Anhalt. Es besteht der Verdacht, dass
sich zwölf Beschuldigte (davon eine Frau) im Alter von 23 bis 48 Jahren zusammengeschlossen haben, um Betäubungsmittel gewerbs- und bandenmäßig gewinnbringend zu veräußern. Dabei gingen die Mitglieder
dieses Netzwerkes arbeitsteilig vor.

Bei den heutigen Durchsuchungen befanden sich ca.160 Beamte im Einsatz, davon über 130 Beamte in Mecklenburg-Vorpommern. Es wurden Betäubungsmittel im Wert von etwa 75 000 Euro beschlagnahmt. Darunter
befanden sich etwa acht Kilogramm Marihuana, ca. 1,5 Kilogramm Amphetamine, ca. 220 Gramm Kokain und Ecstasy-Tabletten mit einem Gesamtgewicht von etwa 830 Gramm. Darüber hinaus wurden auch nach dem Waffengesetz verbotene Gegenstände sichergestellt, wie zum Beispiel eine Rauchgranate.

Vier Beschuldigte im Alter von 27, 29 und 35 Jahren wurden vorläufig festgenommen. Gegen einen 27-Jährigen wurde durch den zuständigen Richter am Amtsgericht Neubrandenburg bereits Haftbefehl erlassen. Gegen einen weiteren 27-Jährigen bestanden bereits zwei Haftbefehle aufgrund einer Ersatzfreiheitsstrafe in anderer Sache. Das Ermittlungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.