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Man macht sich anhaltend Gedanken. Denn ein Zustand, der ewig zu halten  schien, auch wenn er eigentlich unhaltbar war, ist nun plötzlich und unerwartet beendet worden. Und das an einem Sonntag, was soll man davon halten!

Vielleicht sind die Befürchtungen ja haltlos. Andererseits wäre es nicht auszuhalten, wenn nach so langer Zeit einfach jemand die Gunst der Stunde genutzt und angehalten hat. Und jetzt in der guten Stube oder versteckt im Garten, vielleicht weit weg in Sachsen-Anhalt oder nahe dem Anhalter Bahnhof, einfach privat behalten will, was er bei seinem Halt in Mirow mit einem Griff zur Unterhaltung seinerselbst und seiner Besucher einsacken konnte. Wäre echt eine miese Haltung, um nicht zu sagen total hinterhältig.

Es fällt halt schwer positiv zu denken. Dabei ist es für ein „Haltet den Dieb!“ jetzt auch zu spät. Es könnte sich natürlich alles richtig verhalten haben. Deshalb ist es wohl an der Zeit, mir jetzt selbst in meiner kriminellen Phantasie Einhalt zu gebieten. Auf jeden Fall sind sie nach nur gut vier Wochen seit gestern weg, die beiden für das „Ansommern“-Wochenende in die Strelitzer Straße gepflanzten Bedarfshaltestellen.

Dabei gab es schon das inhaltsschwere Projekt Bänke daneben zu setzen, auf denen Anhalter darauf warten können, dass einer anhält. So, wie in Priepert. Wobei das Halteplätzchen die Kommune wieder Unterhalt gekostet hätte. Ich weiß nicht, wie lange ich die Wortakrobatik noch durchhalte, schließlich soll dieser Blog ja auch gehaltvoll sein. Also übe ich mich jetzt in Zurückhaltung.