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Da setzt der Landkreis nun auf die Öffentlichkeit, und blamiert sich bis auf die Knochen. Das lange gesuchte Maskottchen für die Seenplatte wird mit großen Auswahlaufwand endlich gefunden, um kurz darauf festzustellen, dass der Otter schon seit Jahren samt Rucksack und Stock als Otti in der Feldberger Seenlandschaft Dienst schiebt, sogar in Plüsch.

Das ist einfach nur peinlich. Wahrscheinlich ist die Seenplatte zu groß, um sie zu überblicken. Immerhin liegt die Luzingemeinde ja am Rand, kurz vor Brandenburg. An der Zahl der Identifikationsfiguren in der Region, die da über uns gestülpt wurde, kann es eher nicht liegen. Die ist überschaubar.

Unsereins erinnert sich, mal viel wertvolle Zeit in einer Jury verbracht zu haben, die über Vorschläge aus der Bevölkerung für den Namen des Welcome-Centers auf der Mirower Schlossinsel abstimmen sollte. Letztlich war die Bezeichnung 3 Königinnen Palais ein einsamer Verwaltungsgeistesblitz, von wem auch immer, und der Strelitzer Altkreis sparte das ausgelobte Preisgeld.

Noch einfacher wäre es jetzt in Sachen Fischotter. Einfach die Produktionszahlen des Feldberger Sympathieträgers erhöhen und ihn flächendeckend verteilen. Aber das ist wohl zu simpel. Stattdessen wollen die Kreisverwalter das Gesicht wahren und an die Ausgestaltung des Otter-Entwurfs gehen. Man darf gespannt sein. Und ein wenig besorgt.

Sollte übrigens jemand in den Amtsstuben mit Blick auf Burgen und Schlösser auf einen Drachen umschwenken – den gibt es auch schon. Übrigens seit 2002. Und er hat verdammte Ähnlichkeit mit Drache Nils von den Stadtwerken Neustrelitz. Der kam später. Aber das wollen wir jetzt nicht weiter vertiefen. Wesi ist Wesenberger Maskottchen und steht bei mir im Bücherregal, weil meine Holde nur mit einem Plüschtier schlafen kann. Welches nicht ich bin…

Wesi 101