Die Fußball-Oberligisten der TSG Neustrelitz haben ihr erstes Testspiel in Vorbereitung auf die neue Saison 2026/27 gestern Abend im heimischen Parkstadion mit 0:2 (0:0) verloren. Gegner der Neustrelitzer war der RSV Eintracht 1949 Stahnsdorf, Aufsteiger in die Regionalliga Nordost. TSG-Coach Velimir Jovanovic schätzte die Leistung seiner im Aufbau befindlichen Mannschaft im Gespräch mit Strelitzius als „durchwachsen“ ein.
TSG-Coach Thomas Franke, hier nach einem früheren Spiel, dürfte das Abschneiden seiner Jungs in Stahnsdorf alle andere als befriedigen.
Ernüchterung: Die Fußball-Oberligisten der TSG Neustrelitz haben ihr erstes Auswärtsspiel in der Rückrunde mit 1:3 (1:2) verloren. Beim RSV Eintracht 1949, in der Hinrunde noch 4:1 besiegt, geriet die Truppe von Thomas Franke bereits in der 1. Minute durch Alexander Möhl in Rückstand. In der 6. Minute lagen die Residenzstadtkicker sogar nach einem Treffer von Lennard Quanz 0:2 hinten. Per Strafstoß konnte Dennis Ladwig zwar in der 18. Minute verkürzen, aber das war es dann auch schon an Ausbeute für die Gäste. Hingegen konnten die Stahnsdorfer in der 94. Minute durch Dominik Kruska auch noch ein drittes Tor erzielen. Als wäre die Auswärtspleite nicht genug, erhielt Tobias Teetz kurz vor der Halbzeit auch noch die Rote Karte. Der Unparteiische will eine Tätlichkeit gesehen haben. Dazu „ernteten“ die Neustrelitzer noch drei Gelbe Karten, die Stahnsdorfer sahen sechs Mal Gelb.
TSG-Sprecher Stephan Neubauer war beim Spiel dabei. „Die Gastgeber haben das taktisch gut gemacht, wenn auch nicht immer fair, sind mit vollem Druck in die Begegnung gegangen. Bei den ersten beiden Toren waren wir noch gar nicht richtig auf dem Platz. Später haben wir dann unseren Spielfaden gefunden, es ist uns aber nicht gelungen, die massive Abwehr der Gastgeber zu knacken. Schade, wir hätten etwas für unser Punktekonto tun können. Von der Leistung her ist unseren Spielern nichts vorzuwerfen“, so Neubauer gegenüber Strelitzius. Nicht zu erklären sei gewesen, warum das Spiel auf Kunstrasen ausgetragen wurde. Zumindest hätten die Eintracht-Kicker dadurch einen zusätzlichen Vorteil gehabt. Gleich neben der Anlage habe sich der Naturrasenplatz in optisch einwandfreiem Zustand präsentiert.
Die nächste Partie bestreitet die TSG Neustrelitz am kommenden Sonntag vor heimischem Publikum gegen den Rostocker FC. Anstoß im Parkstadion ist um 13.30 Uhr.
Riesige Freude, und Erleichterung nach dem verpatzten Saisonstart, am Nachmittag im Neustrelitzer Parkstadion: Die Fußball-Oberligisten der TSG Neustrelitz gewinnen vor 350 begeisterten Zuschauern ihr Heimspiel gegen den RSV Eintracht 1949 aus Stahnsdorf mit 4:1 (2:1). Die Treffer für die Gastgeber schossen Tom Kliefoth (35.), Geburtstagskind Dennis Ladwig per Strafstoß (60.) und Marcus Niemitz (80.). Das vierte Tor in der 42. Minute wird Manuel Härtel angerechnet, tatsächlich war es nach Aussage seiner Mitspieler ein Eigentor der Gäste. Den einzigen Treffer für die Brandenburger schoss Julian Rauch in der 36. Minute.
Schnell war klar, dass die Residenzstadtkicker auf Offensive setzen. Nach sieben Minuten hätte es schon 3:0 stehen können, und die ersten Fans rauften sich die Haare. In der 24. Minute konnte Eintracht-Keeper Niclas Schule einen von Dennis Ladwig aus halbrechter Position getretenen Freistoß gerade noch aus der Ecke fischen. Erlösung in der 35. Minute: Ladwigs halbhoch angesetzter Eckball wurde von Kliefoth per Kopf zur Führung verwandelt.
Besser verteidigen ist so eine Sache
Die Torschützen des Tages: Dennis Ladwig, Marcus Niemitz, Tom Kliefoth (von links).
In der 41. Minute wieder Ecke für die Neustrelitzer, Manuel Härtel erwischte im Gewühl das Leder mit dem Kopf, das aber wohl noch über eine Eintracht-Zwischenstation den Weg in die Maschen fand. Jetzt wurde das Spiel härter, die Gäste verlegten sich aufs Foulen, und folgerichtig musste Saheed Mustapha mit Gelb-Rot kurz vor dem Halbzeitpfiff vom Platz.
Nur eine Minute später zeigte sich, dass das von Coach Thomas Franke geforderte bessere Verteidigen so eine Sache ist. Ob die TSG-Defensiven samt Keeper auf Abseits gehofft hatten, man weiß es nicht. Förmlich paralysiert wurde zugeschaut, wie Rauch den Ball über TSG-Schlussmann Justin Borchardt in die Maschen schlenzte. Einen ähnlichen Treffer hatte der Keeper, der sich Ausflüge bis kurz vor die Mittellinie leistet, übrigens bereits beim Saisonauftakt in Fürstenwalde kassiert. In der 25. Minute landete ein Einwurf der Neustrelitzer in der eigenen Hälfte direkt bei einem Stahnsdorfer. Der war wohl so überrascht von der „Vorlage“, dass er den Ball prompt ins Nirwana semmelte. Da hätten die Eintracht-Fußballer, wenn es dumm gekommen wäre, auch in Führung gehen können.
TSG-Coach Thomas Franke ist nach dem Fehlstart in Fürstenwalde zum Saisonauftakt in Fürstenwalde (Strelitzius berichtete) nur verhalten optimistisch, was das Heimspiel seiner Oberligisten morgen im Neustrelitzer Parkstadion gegen die Eintracht-Kicker aus Stahnsdorf angeht. „Gleichwohl erwarte ich von meiner Mannschaft vor heimischem Publikum eine angemessene Reaktion auf die zuletzt gezeigte Leistung“, so mein Blogpartner beim Vorgespräch. „Vor allem müssen wir besser verteidigen als gegen die Unioner, kompakt stehen und mehr in die Zweikämpfe gehen.“ Trotzdem werde es sehr schwer gegen den RSV Eintracht 1949, „eine eingespielte Truppe, die an Qualität eher noch dazugewonnen hat“.
Mit Oskar Fijalkowski und Justus Guth fallen bereits am 2. Spieltag zwei wichtige Akteure in den Reihen der TSG Neustrelitz verletzt aus. Leider lässt zudem die Spielberechtigung für Hoffnungsträger Bright John Essien weiter auf sich warten. Anstoß im Neustrelitzer Parkstadion ist um 13.30 Uhr. Strelitzius ist am Ort des Geschehens und nach Abpfiff wie gewohnt zügig auf Sendung.