Schlagwörter
Architektur, Ausstellung, Geschichte, Mecklenburg-Strelitz, Neuseeland, Neustrelitz, Vereine
Eine ungewöhnliche Tasse hat jetzt zu einem Briefwechsel zwischen Holger Wilfarth und der Neuseeländischen Botschaft in Berlin geführt. Der Neustrelitzer hatte das Trinkgefäß, das eine Weltkarte mit Neustrelitz darauf schmückt, im November an die Vertretung geschickt. Mehr noch, die Tasse trägt die Namen der Städte, die den Längen- bzw. den Breitengrad mit der Mecklenburg-Strelitzer Residenzstadt teilen.
Neuseeland als zu weit südlich kann keinen Ort mit den passenden Koordinaten beisteuern, ist aber bei der Edition trotzdem nicht ausgespart worden. Vielleicht ist es ein bisschen weit hergeholt, aber mit einem Augenzwinkern gibt es ein Schicksal, das den pazifischen Inselstaat und Neustrelitz, die Stadt politisch gewollt zum Mittelzentrum degradiert, vereint: Beide haben es schwer, auf Übersichtskarten auch nur aufzutauchen. Nun sind sie zumindest auf einem Werbeträger gemeinsam präsent.
Der Residenzschlossverein und Holger Wilfarth wollen bekanntlich ein digitales Modell des vernichteten Neustrelitzer Residenzschlosses auf der Weltausstellung in Dubai zeigen und damit Investoren für den Wiederaufbau werben. Da die Schau pandemiebedingt um ein Jahr verschoben worden ist und nun im Oktober 2021 beginnen soll, bestehen sehr gute Chancen, das ambitionierte Vorhaben auch umzusetzen. Die virtuelle Wiederauferstehung ist weit fortgeschritten (Strelitzius berichtete). Und die Tasse soll am Stand in Dubai die Frage beantworten helfen, wo in aller Welt Neustrelitz liegt.
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