Siegerfoto des JMF-Wettbewerbs „Die große Klappe“ mit der dreiköpfigen Jury (rechts) und Festivalleiterin Olesia Moroz, Moderator Toni Goldacker sowie Katja Voigt, Produktmanagerin der Nordkurier Mediengruppe (v. l.) nach der Spendenscheck-, Trophäen- und Urkundenübergabe.Fotos: Ute Köpke
Vom 10. bis 12. Juni fand zum 31. Mal das Neubrandenburger Jugendmedienfest (JMF) des Vereins „Latücht – Film & Medien e. V.“ in Zusammenarbeit mit dem Mediatop Neubrandenburg statt. Latücht-Geschäftsführer Holm-Henning Freier wies in seiner Eröffnungsrede auf die zurzeit stark wachsende Bedeutung frühzeitiger Medienbildung hin. „Es ist heute mehr denn je wichtig, mediale Botschaften als richtig oder falsch zu erkennen.“
Medienpädagoge Andy Krüger, Projektleiterin Olesia Moroz und Latücht-Geschäftsführer Holm-Henning Freier (von links) laden Besucher des Jugendmedienfestes zu spannenden Wettbewerbsbeiträgen und einem vielseitigen Rahmenprogramm inklusive einer besonderen Premiere ein. Foto: Ute Köpke
Das Jugendmedienfest Neubrandenburg (JMF) geht in seine 31. Runde. Organisiert vom Neubrandenburger Verein „Latücht – Film & Medien e. V.“ in Zusammenarbeit mit dem Mediatop Neubrandenburg der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern, bringt Projektleiterin Olesia Moroz in diesem Jahr ein Programm auf die Bühne, das zeigt, wie kreativ und vielseitig junge Medienmacher:innen aus M-V Geschichten erzählen.
Vom 10. bis 12. Juni verwandelt sich das Latücht drei Tage lang in einen Treffpunkt für Medienkunst. Filme, Audiobeiträge und experimentelle Formate stehen im Mittelpunkt – präsentiert von Kindern und Jugendlichen zwischen fünf und 25 Jahren.
Das Jugendmedienfest bietet Wettbewerbsteilnehmern wie auch Besuchern neue Impulse. Foto: Latücht e.V./Leopold Chudaska
Die Frist zum Einreichen von Wettbewerbsbeiträgen für das 31. Jugendmedienfest (Strelitzius berichtete) wurde um eine Woche auf Montag, 11. Mai, verlängert. „Seid dabei“, spricht JMF-Leiterin Olesia Moroz landesweit Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 25 Jahren an. „Es geht um euch, eure Medienprojekte, unabhängig vom Genre oder Thema, ob Einzelperson oder Gruppen, von der Kita bis zu Medienwerkstätten.“
Vielfältig sind die Möglichkeiten zur kreativen Präsenz auch beim 31. Neubrandenburger Jugendmedienfest. Foto: Latücht e.V.
Veränderungen bieten Chancen und die aktuelle Diskussion zur Handynutzung an Schulen zeigt, wie wichtig die Vermittlung von Medienkompetenz ist. Kindern und Jugendlichen des Landes MV wird mit dem Neubrandenburger Jugendmedienfest vom 10. bis 12. Juni zum 31. Mal die Möglichkeit geboten, ihre Medienwerke im „Latücht“ vor Ort dem Publikum zu präsentieren, in die virtuelle Welt zu senden und sich mit anderen auszutauschen.
Die Rostocker Finya Sorgenfrei und Oskar Kühn (4. und 5. von links) sind mutig mit ihrem Erstlingswerk „Light my Love“ im Landesweiten Jugendvideowettbewerb auf Platz 1 gelandet und können sich damit über „Die große Klappe“ sowie 500 Euro Preisgeld freuen. Fotos: Ute Köpke
Es ging heiß her beim 30. Neubrandenburger Jugendmedienfest (JMF) im Kino Latücht, und das eher weniger durch die parallellaufende Hitzewelle. Das Jubiläumsfest vom 2. bis 4. Juli war geprägt von Beiträgen mit spannenden Sichtweisen junger Medienmacher, schwierigen Juryentscheidungen und einem vielseitigen Rahmenprogramm. Das reichte vom Podcast-Workshop sowie einem Workshop zu Möglichkeiten der Animation, einer Tragikomödie aus MV – mit regionalen Darstellern besetzt – inclusive Filmgespräch, bis zur spannungsvoll erwarteten abschließenden Preisverleihung, gefolgt von der Aftershowparty mit der jungen Neubrandenburger Pop-Cover-Band „Nichtausberl!n“ zum atmosphärisch passenden Ausklang auf dem Innenhof.
Holm-Henning Freier als Geschäftsführer vom Latücht, Mia Klimson (Mediatop Neubrandenburg), JMF-Projektleiterin Hanna Bührig und Martina Kelling als Leiterin vom Mediatop Neubrandenburg (von links) freuen sich auf zahlreiche Besucher zum diesjährigen Jubiläumsfest. Foto: Ute Köpke
„Laut, kreativ – und ein bisschen unheimlich“, fasst Hanna Bührig das Jubiläumsprogramm des 30. Neubrandenburger Jugendmedienfestes (JMF) zusammen. Die 25-Jährige leitet dieses Jahr das traditionelle Medienfest, umgesetzt vom Neubrandenburger Verein „Latücht – Film & Medien e.V.“ in Zusammenarbeit mit dem Mediatop Neubrandenburg der Landesmedienanstalt MV.
Vom 2. bis 4. Juli wird’s wieder spannend im „Latücht“, wenn es heißt: „Bühne frei für junge Talente!“ Drei Tage lang steht alles im Zeichen junger Medienkunst. Über 60 Beiträge haben Medienmacher im Alter von 5 – 25 Jahren aus Mecklenburg-Vorpommern eingereicht. Sie zeigen, wie vielfältig junge Perspektiven sein können. Besonders auffällig: Gruselfilme liegen voll im Trend – mit überraschend viel Spannung, Atmosphäre und kreativem Nervenkitzel. Gleichzeitig spielt auch die Natur eine zentrale Rolle in vielen Produktionen – ob als stiller Hintergrund oder Hauptdarstellerin. Den Auftakt macht der 6. landesweite Radiowettbewerb „Freisprecher“ vom Mediatop Neubrandenburg am Mittwoch, 2. Juli, von 10 bis 12 Uhr im Latücht.
Im Latücht Neubrandenburg können junge Medienmacher aus ganz MV ihre Produktionen öffentlich beim Jubiläumsmedienfest präsentieren. Foto: Archiv/Latücht e.V.
Aufgepasst, kreative Medienmacher des Landes Mecklenburg-Vorpommern! Das Neubrandenburger Jugendmedienfest feiert sein 30. Jubiläum und Ihr seid herzlich eingeladen. Also, „save the date“ vom 2. bis 4. Juli 2025. Der Verein „Latücht – Film und Medien e.V.“ bietet euch mit diesem beliebten Format eine tolle Möglichkeit, eure Medienproduktionen einem breiten Publikum zu präsentieren und sich mit anderen kreativen Köpfen zu vernetzen.
Die Jugendfilmgruppe „Nerdbeben“ aus Rostock kann sich als Sieger im Jugendvideowettbewerb über „Die große Klappe“ sowie ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro freuen.
Die Bedeutung von Medienbildung zeigte das Neubrandenburger Jugendmedienfest auch in diesem Jahr. Insgesamt gibt es drei landesweite Wettbewerbe bei diesem traditionellem Medienfest, das der Neubrandenburger Verein „Latücht – Film&Medien e.V.“ zum 29. Mal organisierte, umrahmt von Workshops zur Podcast- sowie Musikvideoproduktion wie auch einen passenden Abendfilm. Um die Teilnahme hatten sich landesweit Kinder und Jugendliche mit fast 60 Beiträgen beworben, 47 davon wählten Programmkommissionen für die Wettbewerbe aus.
Landesweiter Radiowettbewerb „Freisprecher“
Gestartet wurde am 12. Juni im Latücht mit dem Radiowettbewerb „Freisprecher“, getragen durch den Kooperationspartner Mediatop Neubrandenburg. Für die Jury war die Preisvergabe unter den elf ausgewählten Beiträgen nicht einfach. Den 3. Platz (100 Euro Preisgeld) teilen sich Jugendliche vom Paritätischen Wohlfahrtsverband MV für den Podcast „Wirklich nur Klimakleber?“ und Schüler der Marcus-Schule Malchin für den Podcast „Drogenmissbrauch bei Jugendlichen“. Wie es von der Jury heißt, beschäftigen sich beide mutig mit brisanten gesellschaftlichen Problemen.
Die ersten beiden Plätze lagen sehr dicht beieinander. Im Hörspiel „Chaos in der Emotionszentrale“ vom DRK-Bildungszentrum Teterow bieten die Auszubildenden einen Einblick in ihren Unterricht zum Umgang mit Aufnahmetechnik, um später mit Kindern ein Hörspiel produzieren zu können. „Sehr gut umgesetzt“, so die Jury zum 2. Platz, dotiert mit 150 Euro.
Sieger beim Radiowettbewerb wurden die Zinnowitzer Grundschüler mit ihrem selbst ausgedachten sowie umgesetzten Hörspiel „Törtel und der Gnom König Ferdinand“. Überzeugt haben die Jury neben den interessanten Naturgeräuschen auch die gut eingesprochenen Texte. 250 Euro gibt es für diesen 1. Preis. Gestiftet hat die Preisgelder für den Radiowettbewerb die Medienanstalt MV.
Beim Schulvideowettbewerb „Video macht Schule“ am zweiten Medienfesttag erhielten die Kargower Grundschüler eine urkundlich festgehaltene „Lobende Erwähnung“. Sie hatten unterstützt von der RAAbatz Medienwerkstatt Waren im Spielfilm „Die Superkids“ mit einfachen Mitteln den Kinderwunsch umgesetzt, mal Superheld zu sein. Im Film „Alles nur ein Spiel?“ der 8. Klasse des Fridericianum Schwerin regte neben dem Titel die Parallelmontage zum Nachdenken an. Idee und Umsetzung der Schüler wurden mit dem 3. Platz sowie 100 Euro belohnt. Ebenfalls aus der 8. Klasse des Fridericianum Schwerin kam der schnell geschnittene und bildgewaltige Trailer „Eine neue Welt“. Für die Jury war dafür die Vergabe des 2. Preises (200 Euro) klar, denn „er macht neugierig auf den Hauptfilm.“
Am überzeugendsten fanden die Fachleute der Jury im Schulvideowettbewerb die „Kleeblattnews“. Mit dieser TV-Sendung kam die Klasse 9 a aus der Kleeblattschule Anklam auf die Siegertreppe, nebst 300 Euro für die Klassenkasse.
Landesweiter offener Jugendvideowettbewerb „Die große Klappe“
Am Freitag, 14. Juni, endete das Neubrandenburger Jugendmedienfest, traditionell mit dem offenen Jugendvideowettbewerb „Die große Klappe“. Hervorgehoben hat sich unter den 24 präsentierten Beiträgen die Dokumentation „Das JAUXi-Wunder“ des Jugendtheatervereins „JAUXi! Entertainment e.V.“ Christinenfeld. Der Verein hat seine neun Mal im Theater Wismar aufgeführte Musicalproduktion „The Addams Family“ filmisch begleitet und aus über 20 Stunden Material einen 70-minütigen Film produziert. Die Jury lobte das handwerklich große Geschick mit einer beurkundeten „Lobenden Erwähnung“.
Gedanken über die Zukunft unserer Welt machten sich die Jugendlichen der Gruppe 2 im GrünStreifen-Filmcamp Wismar und produzierten den Science-Fiction-Film „Zeit der Natur“. Durch Erzeugung einer besonderen Atmosphäre mit einfachen Mitteln haben sich die Filmemacher den „Spitzen Stachel“, also den 3. Platz inklusive 200 Euro Preisgeld verdient. Einen Krimi im Retro-Look, in dem Motive für New York auch in Neubrandenburg gefunden wurden, drehten Jugendliche vom Neubrandenburger Retro-Hustle-Entertainment mit „Detektiv Digby der Unfehlbare“. Das unfehlbare, komödiantische Talent zeigt sich hier nicht nur bei den Schauspielern, sondern in der kompletten Inszenierung und dafür vergab die Jury „Das dritte Auge“, den 2. Preis (250 Euro).
Am meisten gelacht wurde in der romantisch-ironischen Liebesgeschichte „Just – in Love“. Die Jugendfilmgruppe „Nerdbeben“ aus Rostock hat laut Jurybewertung moderne und stereotypische TV-Formate gekonnt karikiert und pseudopsychologisch kommentiert. Für die gelungene Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Minute kamen die Filmemacher auf den 1. Platz und erhielten damit als Auszeichnung „Die große Klappe“, die mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro verbunden war.
Dank und Party
„Es waren drei tolle Tage, an denen junge Medienmacher ihre Leistung vergleichen und sich austauschen konnten sowie mit Fachleuten ins Gespräch kamen,“ so Holm-Henning Freier, Geschäftsführer des veranstaltenden Vereins „Latücht – Film&Medien e.V.“, bei der Preisverleihung. Dankend wies er darauf hin, dass dieses Medienfest nur durch Mitstreiter mit viel Ehrenamt, gute Partner, Förderer und Sponsoren ermöglicht werde. „Und natürlich soll es im kommenden Jahr das 30. Neubrandenburger Jugendmedienfest geben.“
Mit diesem positiven Blick in die Zukunft startete die Abschlussparty mit Live-Musik der Jugendband „Verrockte Jungs“ aus Neubrandenburg im Innenhof vom Latücht.
Bei der abschließenden Preisverleihung im gut gefüllten Kinosaal bedankt sich Holm-Henning Freier, bei den Teilnehmern sowie allen Förderern, Sponsoren und den vielen Helfern. Fotos: Ute Köpke
Viel Arbeit wie auch Spaß haben Bennet Kraus, Uta Zellmer und Leo Foppe (von links) bei der Organisation von drei landesweiten Wettbewerben und dem Rahmenprogramm für das 29. Neubrandenburger Jugendmedienfest.
„Das 29. Neubrandenburger Jugendmedienfest bietet eine tolle Möglichkeit, sich auszutauschen und zu vernetzen wie auch Tipps zu holen“, macht Leo Foppe deutlich. Der 24-Jährige gehört mit zum Organisationsteam des traditionellen Medienfestes, umgesetzt vom Neubrandenburger Verein „Latücht – Film & Medien e.V.“ in Zusammenarbeit mit dem Mediatop Neubrandenburg der Landesmedienanstalt MV.
Vom 12. bis 14. Juni werden drei landesweite Wettbewerbe ausgetragen. Dafür haben Medienmacher im Alter von 5 – 25 Jahren aus ganz Mecklenburg-Vorpommern ihre Beiträge eingereicht. „Thematisch sind Umweltschutz und Klima stark vertreten“, heißt es aus dem Organisationsteam. Zu dem gehört auch Uta Zellmer, Mitglied des Latüchtvereins: „Laut der Programmkommission, die die Auswahl für die Video-Wettbewerbe vornimmt, sprechen die Beiträge junges und ebenso älteres Publikum an. Die Filme sind inhaltlich hochwertig und ich freue mich, dass es so viele junge Menschen gibt, die in der Schule oder in ihrer Freizeit solche Projekte auf die Beine stellen.“
Das Neubrandenburger Jugendmedienfest bietet eine Plattform, um die innovativsten und spannendsten Medienproduktionen zu entdecken und zu feiern. Foto: Archiv / Ute Köpke
Kinder und Jugendliche können ihre Geschichten auf eine besondere Art medial erzählen. Und wer seine Ideen in die Welt hinauslassen und sich mit anderen austauschen möchte, ist beim Neubrandenburger Jugendmedienfest im Latücht genau richtig. Vom 12. bis 14. Juni veranstaltet der Verein „Latücht – Film und Medien e.V.“ dieses Medienfest zum 29. Mal.
„Wir freuen uns auf vielfältige Medienwerke, seien es Videos, Podcasts oder andere Formate, die das kreative Potenzial und die Fantasie junger Talente widerspiegeln“, so Holm-Henning Freier vom Vorstand des Vereins. Es ist eine wunderbare Gelegenheit für Einzelbewerber, Medienwerkstätten, Kita- sowie Hortgruppen oder Klassen, ihre medienbasierten Werke einem breiten Publikum zu präsentieren und sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen.