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Jugendmedienfest, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg

„Laut, kreativ – und ein bisschen unheimlich“, fasst Hanna Bührig das Jubiläumsprogramm des 30. Neubrandenburger Jugendmedienfestes (JMF) zusammen. Die 25-Jährige leitet dieses Jahr das traditionelle Medienfest, umgesetzt vom Neubrandenburger Verein „Latücht – Film & Medien e.V.“ in Zusammenarbeit mit dem Mediatop Neubrandenburg der Landesmedienanstalt MV.
Vom 2. bis 4. Juli wird’s wieder spannend im „Latücht“, wenn es heißt: „Bühne frei für junge Talente!“ Drei Tage lang steht alles im Zeichen junger Medienkunst. Über 60 Beiträge haben Medienmacher im Alter von 5 – 25 Jahren aus Mecklenburg-Vorpommern eingereicht. Sie zeigen, wie vielfältig junge Perspektiven sein können. Besonders auffällig: Gruselfilme liegen voll im Trend – mit überraschend viel Spannung, Atmosphäre und kreativem Nervenkitzel. Gleichzeitig spielt auch die Natur eine zentrale Rolle in vielen Produktionen – ob als stiller Hintergrund oder Hauptdarstellerin. Den Auftakt macht der 6. landesweite Radiowettbewerb „Freisprecher“ vom Mediatop Neubrandenburg am Mittwoch, 2. Juli, von 10 bis 12 Uhr im Latücht.
„Vielfältig wie in den vergangenen Jahren ist es auch dieses Jahr wieder. Themen wie Inklusion, Migration, Mobbing, aber auch Hörspiele und Musiksendungen stehen auf dem Programm. Auffällig ist, dass zum Beispiel der Podcast nicht nur als Konsument beliebt ist, sondern es den jungen Menschen unheimlich Spaß macht, über ihre eigenen Themen zu sprechen und dies digital zu produzieren. Es wird für unsere Jury wieder sehr schwer,“ schätzt Medienpädagoge Andy Krüger vom Mediatop Neubrandenburg im Vorfeld ein.
Am Donnerstag, 3. Juli, heißt es von 10 bis 12 Uhr „Video macht Schule“. Beim 28. Schulvideowettbewerb wird es „super variabel, thematisch und auch von der Länge“, informiert Hanna Bührig. „Von einem Ein-Minuten-Clip bis zu fast 20 Minuten Kurzfilm ist alles dabei und bringt uns zum Lachen, Staunen und Nachdenken.“
Das abendliche Highlight ist am Donnerstag ab 18 Uhr „MELS BLOCK“. Dieser Kinofilm wurde in Rostock gedreht und der Cast teilweise im medienpädagogischen Rahmen zusammengestellt, auch Jugendliche aus Neubrandenburg spielen mit, weiß Hanna Bührig. Nach dem Film sind Regisseur und Teile des Cast für ein Filmgespräch anwesend.
Gruselfans kommen auf ihre Kosten
Beim 30. Jugendvideowettbewerb geht es am Freitag, 4. Juli, von 9 bis 17 Uhr um „Die große Klappe“, gestiftet vom Medienpartner Nordkurier. Laut der JMF-Projektleitung wird hier ebenfalls gezeigt: „Die Medienmacher*innen von morgen sind mutig, wach und extrem kreativ.“ Ein Beispiel wird dafür sicher das „Gänsehaut-Special“. Mit der Empfehlung FSK 12 können Gruselfans ausgewählte Beiträge als Gruselpart im Blog von 14.30 bis 16.30 Uhr genießen.
Nach der Siegerehrung um 18 Uhr folgt ein Überraschungs-Act, macht Hanna Bührig neugierig auf den Jubiläums-Schlusspunkt. Sie ist sich sicher: „Alles in allem wird auch das diesjährige Jugendmedienfest ein rundes Ding. Was mal klein anfing, ist heute eine Bühne mit Strahlkraft über unsere Region hinaus. Das Festival bietet Raum für Geschichten, die berühren, aufrütteln oder einfach Spaß machen – und für junge Menschen, die etwas zu sagen haben.“
Größere Gruppen ab acht Personen werden zwecks Sitzplatzgestaltung gebeten, sich anzumelden per Mail an jugendmedienfest@latuecht.de oder unter 0395 56389011 anzurufen.