Die Rheinsberger Hofkapelle der Saison 2025/26 steht fest: „Polychroma“ – das sind Marta Pindór (Cembalo), Anežka Drozdová (Traversflöte), Natascha Pichler (Barockvioline) und Glenna Curren (Barockcello). Im öffentlichen Auswahlkonzert im Schlosstheater Rheinsberg am vergangenen Samstag setzte sich das vierköpfige Ensemble aus Den Haag gegen die Londoner Musiker von „Apollo’s Cabinet“ durch. Auf die Ausschreibung hatten sich Ensembles aus aller Welt beworben. Auch „Polychroma“ ist international aufgestellt: In den Niederlanden studiert und zusammengefunden, kommen die vier Mitglieder aus Polen, Tschechien, Österreich und den USA.
Großes Finale im Schlosstheater Rheinsberg: Beim Auswahlkonzert für das „Rheinsberger Residenzensemble für neue Musik 2024/25“ im Schlosstheater Rheinsberg am Sonnabend, 2. März, um 19 Uhr, gibt es für das Publikum die Möglichkeit, sich in beeindruckende Klangsphären zu begeben. Dann stellen die Ensembles „Odelya“ und „KOLLEKTIV UNRUHE“ ihre eigens zu diesem Anlass geschaffenen Programme vor. Dabei kommen zahlreiche Facetten zeitgenössischer Musik zum Vorschein.
Das „KOLLEKTIV UNRUHE“ sucht in seinen Konzerten immer wieder die Grenzüberschreitung zu anderen Kunstformen. Das internationale Ensemble mit Mitgliedern u.a. aus Argentinien, Australien, Griechenland und Italien verfolgt dabei eine gemeinsame Vision: Nämlich unverwechselbare Konzertkonzepte zu kreieren und neue Formen des musikalischen Erzählens auszuprobieren.
Für das Trio „Odelya“ steht vor allem eine Frage im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit: Welche Zukunftsvisionen und Selbstversuche können Konzerte in der heutigen Zeit bieten, um das Publikum kreativ und aktiv zu inspirieren? Die drei klassisch geprägten Musikerinnen legen ihren Fokus auf zeitgenössische, experimentelle Kompositionen und setzen sich dabei kritisch mit Zeitgeschichte auseinander.
Am Freitag, 19. Januar, um 19 Uhr, stellen sich drei Ensembles der Alten Musik beim Auswahlkonzert im Schlosstheater Rheinsberg vor. Wer ab September 2024 neue „Rheinsberger Hofkapelle“ wird, entscheidet eine fachkundige Jury im Anschluss an die Auftritte. Um den Titel und das damit verbundene einjährige Förder- und Residenzprogramm hatten sich insgesamt zwölf Ensembles mit Mitgliedern aus aller Welt beworben. Im Finale präsentieren sich bei freiem Eintritt nun die Ensembles „False Consonance“, „Caos limitato“ sowie „Tra Noi“ und stellen ihr virtuoses Können in einem jeweils 20-minütigen Programm mit konzeptuellem Bezug zum Thema „Historische Rheinsberger Hofkapelle“ unter Beweis.
Die Ensembles
„False Consonance“ verzichtet auf sperrige Tasteninstrumente und kann so flexibel jede Art von Raum bespielen. Auf den Konzertprogrammen stehen meist spezielle Arrangements ursprünglich stark instrumentierter Werke in einer minimalen Kammermusikbesetzung, wie es auch im 17. und 18. Jahrhundert üblich war. Somit wird eine Art „Taschenmusik“ geschaffen, die sowohl aus original besetzter Kammermusik als auch auf eigenen Bearbeitungen großer Orchesterwerke oder Opern besteht.
Bei „Tra Noi“ begegnen sich historisch informierte Aufführungspraxis und musikalische Gegenwart: Als Spezialisten für Alte Musik öffnen sich die Musiker auch zeitgenössischen Klängen in neuartigen Konzertformaten. Das Ensemble ist u.a. Preisträger des Wiener Konzerthauspreises und des Publikumspreises des Biagio Marini Wettbewerbs.
„Caos limitato“ widmet sich dem instrumentalen Repertoire des frühen bis späten Barock und lotet in unterschiedlichen Konstellationen den Raum zwischen historisch informierter Praxis und neuen musikalischen Ideen aus. Im Jahr 2022 war „Caos limitato“ 1. Förderpreisträger der Tage Alter Musik im Saarland und gewann 2023 alle Sonderpreise der göttingen händel competition.