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Jung, Kalender, Mecklenburg-Strelitz, Neusrelitz, Wandel der Zeit
Pünktlich kurz nach der Jahresmitte hat mich der neue Kalender aus dem Foto-Studio Jung „Neustrelitz im Wandel der Zeit“ erreicht. Mit dem 1. Januar 2027 wird er seinen Vorgänger bei uns im Erdgeschoss ablösen, wo die Jung-Kalender seit ich weiß nicht mehr wie vielen Jahren ihren angestammten Platz haben. Beständigkeit ist bei allem Streben nach Erneuerung auch ein hohes Gut.
Schon auf dem Deckblatt des Neulings die ersten Entdeckungen: der Stadteingang Strelitzer Straße noch ohne Kreisverkehr, umstrittenes Kunstobjekt sowie Sparkassen-Zentrale. Darüber die Strelitzer Straße 2 im Jahr 2000 mit „Käsestübchen“, Restaurant und Eiscafé „Klabautermann“, Auch da werden Erinnerungen wach. Und daneben grüßt Hebe 2025 den Schlossberg hinauf. Ob unsereins dessen Neubebauung wohl noch erlebt? Und wenn ja, womit?
Der Januar zeigt das Gebäude Markt 7 in den Jahren 1981 und 2026. Mein Gott, da habe ich als Schreiberling mal mit Team meine Brötchen verdient, zuvor an verantwortlicher Stelle die ganz wunderbare Adresse entdeckt und gegen viele Widerstände vom Umbau des rechten Ladenlokals bis zum Schriftzug an der Fassade für Erneuerung gesorgt. Der Februar führt in die Zierker Nebenstraße nahe der Wasserkante, heute kaum wiederzuerkennen, und immer noch mit Entwicklungspotenzial.
Der März macht in der Seestraße 8 statt, wo die „Reuterstuben“ des Jahres 1989 zur „Luisenstube“ wurden. Auch der Milowsgang im April steht für die rasante bauliche Entwicklung, die Neustrelitz genommen hat. Gleiches beweist der Mai mit einem Ausflug in die Tiergartenstraße. Und im Juni zeigt sich dem Kalenderbetrachter der Eingang zum Tiergarten 2005 und heute.
Musikwaren und 1000 kleine Dinge
Juli: Im griechischen Restaurant „Korfu“ in der Strelitzer Straße 33 wurden 1981 Musikwaren verkauft, was immer die waren. Die Götterallee im August führt auf die Orangerie, 2003 noch mit Küchenanbau, inzwischen denkmalgetreu ohne. In der Strelitzer Straße 10 waren 1981 „1000 kleine Dinge“ zu haben, weiß der September, heute bietet dort die Optiker-Firma Fielmann ihre Dienste an.
Der Alex in Altstrelitz ist auch nicht wiederzuerkennen, da sind wir schon im Oktober. Nicht mehr so viele Neustrelitzer werden noch wissen, dass das ehemalige Großherzogliche Palais in der Parkstraße 9 im Jahr 1958 eine Musikschule beherbergte. Heute empfängt hier das Schlosshotel dank einer beeindruckenden Sanierung seine Gäste, ist auf dem November-Blatt zu sehen. Und das Jahr im Kalender klingt im Dezember aus mit einem Rückblick auf den Abriss des Krankenhauses, heute ein schickes Eigenheimgebiet.
Auch die Ausgabe des Kalenders 2027 aus dem Fotostudio Jung erhält meine unbedingte Empfehlung. Erhältlich ist die Edition bei Foto Jung und in der Buchhandlung Frau Rilke.
