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Jörg Ullbrich (rechts) bei seiner Ansprache, neben ihm der Wesenberger Dachdeckermeister Wolfram Falk, der in Vertretung den Richtspruch beisteuerte.

In Wesenberg ist begonnen worden, die von der früheren Holzindustrie auf 40.000 Quadratmetern hinterlassene Brache endgültig zu schließen. Heute ist die Richtkrone am Musterhaus des künftigen Woblitzseeparks aufgezogen worden. Der Bau der gesamten Ferienanlage sollte, so hofft Bauherr Jörg Ullbrich, binnen zwei Jahren abgeschlossen sein. Ullbrich hatte vor fast genau zehn Jahren in einem ersten Bauabschnitt nach extrem aufwändiger ober- und unterirdischer Beräumung rund die Hälfte des früheren Industriegebietes zu einem Eigenheimstandort entwickelt. Nachdem immer wieder Investoren abgesprungen sind, hat der Wesenberger selbst nun erneut die Initiative ergriffen.

Das massive, Stein auf Stein gebaute Musterhaus ist in gerade einmal 48 Tagen rohbaufertig geworden. Ein ähnliches Bautempo soll auch für die weiteren rund 30 Häuser vorgelegt werden. In diesem Zusammenhang dankte der Bauherr den beteiligten Firmen für die gute Zusammenarbeit bis hierher, auf die er auch weiter setze. Ausdrücklich würdigte Ullbrich das Amt Kleinseenplatte mit seinem Bauamtsleiter Thomas Reggentin und die Unterstützung durch die Kommune mit Bürgermeister Steffen Rißmann an der Spitze. Beide hatten es sich nicht nehmen lassen, bei dem symbolischen Richtfest für den ganzen Ferienpark zwischen Zühlensee und Woblitz dabei zu sein.

Überbordende Bürokratie schreckt ab

Deutliche Worte der Kritik fand der Unternehmer für die überbordende Bürokratie in Deutschland, die Bauherren und Investoren nur abschrecken könne. Als eigene Beispiele nannte Ullbrich ein Lärmschutzgutachten zu den Glocken der nahegelegenen Schrankenanlage der Kleinseenbahn. Auch verzichtet er darauf, Ferienhäuser entlang der Bahngleise mit PV-Modulen zu besetzen, um ein weiteres Gutachten zu vermeiden. Hier war von Amts wegen befürchtet worden, der Triebwagenführer könne von den Solar-Paneelen geblendet werden. „Es ist ein ebenso langer wie steiniger Weg“, fasste der Bauherr zusammen.

Zu dem in der Region und darüber hinaus einzigartigen Ferienpark, der ein optisches Highlight verspricht und eine Kapazität von 300 Betten hat, gesellt sich ein Servicegebäude mit Saunalandschaft und Schwimmbad, das auch für die Öffentlichkeit und den Schulsport nutzbar sein soll. Zugleich sollen so längere Vermietungszeiten erreicht werden. Rund 70 Prozent des Energiebedarfs sollen aus eigener Gewinnung gedeckt werden, Luftwärmepumpen übernehmen die Beheizung der Gebäude. Vorgesehen sind auch ein Restaurant, Kanu- und Fahrradverleih. Der Park wird von Interhome betrieben, es entstehen mehrere feste Arbeitsplätze. Und Wesenberg darf sich über weitere Einnahmen aus der Kurtaxe freuen.

Der künftige Ferienpark zwischen Woblitz und Zühlensee aus der Vogelperspektive. Foto: Woblitzpark Wesenberg GmbH