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Michael Görlach, Sachgebietsleiter im SBA Neustrelitz, Jens Krage, Leiter im SBA Neustrelitz und Jörg Türmer, Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit
Mecklenburg-Vorpommern, Referat Straßenbau (rechts von vorn) sowie Bürgermeister Henry Tesch mit Ursula Pilz, Dr. Uwe Kumm, Christine Kittendorf und Kevin Lierow-Kittendorf von der BI (links von vorn) beim Strukturierten Dialog zur Umgehungsstraße Mirow.

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich zur Ortsumgehung Mirow am 26. März dieses Jahres haben das Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, das Straßenbauamt Neustrelitz und die Bürgerinitiative Umgehungsstraße Mirow (BI) vereinbart, die bis dahin mehrfach im Jahr stattgefundenen Gespräche am Tisch des Bürgermeisters zukünftig einmal im Jahr durchzuführen. Bürgermeister Henry Tesch hatte hierzu jetzt die jeweiligen Vertreter nach Mirow eingeladen. Auf der Tagesordnung beim „Strukturierten Dialog“ standen Informationen zum Planungs- und Baufortschritt, Fragen seitens der BI sowie eine Vorortbegehung.

Der Bauablauf insgesamt ist im grünen Bereich. Zurzeit gibt es keine nennenswerten Verzögerungen. Von den veranschlagten 60 Millionen Euro sind bereits die Hälfte vertraglich gebunden. Auch die Planungen für die Jahre 2026 bis 2029/30 konnten im Einzelnen eingesehen werden. „Sowohl die Ausfinanzierung der gesamten Maßnahme als auch die geplante Verkehrsfreigabe für 2030 gilt seitens der Träger und Verantwortlichen als gesichert, was insgesamt ein gutes Signal ist“, war man sich in der Runde einig.

Im Einzelnen ging es um die Themen zum Stand des Grunderwerbs, Informationen zur Kampfmittelberäumung und Bodendenkmalpflege, umweltfachliche Maßnahmen sowie den Radweg von Starsow nach Mirow. „Beim Grunderwerb kann man davon ausgehen, dass mittlerweile 98 Prozent der Fläche als gesichert gelten“, so Bürgermeister Henry Tesch. Einige wenige Verfahren laufen noch.

250 Kilogramm Munition gefunden und entsorgt

Ein diffuser Kampfmittelverdacht hat sich bestätigt. Eine vollflächige Sondierung und Beräumung ist auf ca. 61.000 Quadratmetern erfolgt, einschließlich Straßenrandbereich an der B 198 und Waldwegen. „Es wurden rund 250 kg Munition verschiedener Kaliber gefunden und entsorgt sowie zusätzlich Militär-und Zivilschrott“, sagt Henry Tesch. Die Freigabe durch den Munitionsbergungsdienst erfolgt in Kürze.

Im Aufgabenfeld der Bodendenkmalpflege sind die Voruntersuchungen abgeschlossen. Aktuell laufen an verschiedenen Fundplätzen die Hauptuntersuchungen.

Auf der Basis einer Rahmenvereinbarung mit der Landesforst wurden die Fäll- und Rodungsarbeiten durchgeführt. Kompensationsmaßnahmen sind bereits angelaufen, wie es hieß. Auf einer Fläche von ca. 125 Hektar entstehen bei Waren, Dobbin und Lohme neue Gehölzstrukturen, Wiesen, Kleingewässer und Feuchtbereiche. Bei Kiewe und Lohme wird auf ca. 12 Hektar ein Laubmischwald aus standortgerechten heimischen Arten angelegt. Informiert wurde darüber, dass im Altbestand der B 198 eine Röhre für Fischotter angelegt wird.

Mehr Tempo bei Radwegprojekt gewünscht

Beim Thema Radweg von Starsow nach Mirow wurden verschiedene Varianten untersucht. Im Moment geht es um eine abschließende Finalisierung und Festlegung der bevorzugten Trassenführung. Verkehrsfachliche Varianten und umweltfachliche Fragestellungen müssen in Übereinstimmung gebracht werden. Nach Abschluss dieses Verfahrens kann im Anschluss die Entwurfsplanung beauftragt werden. In der Runde wurde deutlich, dass man sich mehr Tempo bei der Umsetzung des Vorhabens wünscht.

Ärgerlich aus Sicht der Einwohnerinnen und Einwohner aus Starsow ist die Art und Weise, wie der Abtransport des gefällten Holzes durch die jeweiligen Unternehmen erfolgte. In dem Zusammenhang wurde die Sorge geäußert, dass bei den weiteren Bauarbeiten die vorab festgelegten und besprochenen Maßnahmen, wie z.B. Wegeführung und Nutzung von Baustraßen, gegebenenfalls nicht eingehalten werden könnten. Vertreterinnen und Vertreter aus Starsow baten Bürgermeister Henry Tesch dies gegenüber den Verantwortlichen zu Sprache zu bringen, was dieser zusagte.

Auch eine Begehung gehörte zum Programm.
Rund 250 Kilogramm Weltkriegs-Munition wurden geborgen und entsorgt.