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Die Verkaufsausstellung der Bilder von Franz Josef Feistl im Souterrain des Schlosshotels Neustrelitz.

Gleich drei gute Nachrichten in Sachen Kunst aus dem neueröffneten Schlosshotel Neustrelitz. Im Souterrain geht es aktuell tierisch zu. Hier stellt Franz Josef Feistl (Aschau) Jagdmalerei aus. Dachs und Auerhahn, Wildschwein, Stockente und Fuchs geben sich ein Stelldichein. Die Pastelle und Ölbilder sind auch zu erwerben.

Feistls Stockenten

Dann wird heute die Ahnengalerie des Erbauers des früheren Großherzoglichen Palais, Adolf Friedrich VI., vom Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz als Dauerleihgabe ins Hotel überführt. Die Porträts werden in Kürze die Flure im Erd- und im Obergeschoss schmücken, wie mir Betreiber Andreas Krumme verriet. Herzog Borwin zu Mecklenburg hat die Gemälde aus Familienbesitz großzügig frei gegeben. Zwei von ihnen waren schon zur Eröffnung des Hotels in der Lobby zu betrachten.

Schließlich kehren die konfiszierten großformatigen Wandbilder nach langem Hin und Her (Strelitzius berichtete) an ihre angestammten Plätze im Treppenhaus zurück, wenn auch nur als Kopien. Das Land übernimmt überraschend die Kosten, die Originale bleiben aber in Schwerin. Warum sie als ehemalige Strelitzer Besitztümer nicht wenigstens ans Kulturquartier gegeben werden, bleibt nebulös.

Aber zurück zu Franz Josef Feistl, der schon im Deutschen Museum München (Beteiligung) und im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum München ausgestellt hat. Der Restaurator, Maler und Dozent (Jahrgang 1952) hat sich um die jüngere Geschichte des Schlosshotels mit verdient gemacht. Nachdem das Land seine ursprüngliche Restaurierungszusage für elf Wandbilder im künftigen Restaurantbereich, die um 1915 eigens für das Palais in Holland gemalt worden waren und eine absolute Rarität darstellen, mangels Finanzkraft zurückgezogen hatte, wurden die schwer in Mitleidenschaft gezogenen Gemälde von Andreas Krumme auf Empfehlung eines Bielefelder Bekannten nach Bayern gebracht.

Dort hat sie Feistl in gerade einmal sechs Wochen kopiert, und das so versiert und detailliert, dass selbst Fachleute beeindruckt sind. „Erst hatten wir erwogen Fotografien zu hängen, aber die hätten auch den ganzen Verfall der Kunstwerke gezeigt. Nun haben wir hochwertige Reproduktionen, die in den Farben erstrahlen, wie zur Zeit des Großherzogs“, ist Krumme froh über die gefundene Lösung.

Die ursprünglichen Gemälde wiederum sind nun in die Obhut des Kulturquartiers Mecklenburg-Strelitz gegeben. Wer sich für Feistls Jagdbilder interessiert, einfach an der Hotel-Rezeption nachfragen.

Drei der elf hochwertigen Kopien von Franz Josef Feistl, die das Hotelrestaurant „Strelitzia“ zieren.