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Bikergottesdienst, Einsatzkräfte, Gewalt, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg, Röbel, St. Florianstag

Egal ob haupt- oder ehrenamtlich, sie rücken aus, um in Not geratene Menschen und Tiere zur Hilfe zu eilen, sie aus verunfallten Lagen zu retten und zu bergen, Brände zu löschen, aber auch Sachwerte und die Natur zu schützen, dass rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr! Die Aufgaben der zahlreichen Frauen und Männer aus den unterschiedlichen Hilfsorganisationen wie der Feuerwehr, dem Rettungsdienst, dem Technischen Hilfswerk und der Polizei, sind vielfältig und sie stehen jeden Tag vor neuen Herausforderungen. Leider müssen sich die Einsatzkräfte mittlerweile auch fast täglich mit Behinderungen, Anfeindungen, Beleidigungen, An- und Übergriffen auseinandersetzen.
Um dagegen ein Zeichen zu setzen, fand der Ökumenische Festgottesdienst am 4. Mai zum 16. Sankt Florianstag des Kreisfeuerwehrverbandes Mecklenburgische Seenplatte unter dem Motto „Keine Gewalt gegen Einsatzkräfte“ statt. Der alljährliche Gottesdienst ist ein bedeutungsvoller Anlass zum Gedenken, Innehalten und zur Stärkung der Gesellschaft und des Miteinanders.
Der Einladung in die St. Nikolaikirche, im Herzen von Röbel/Müritz, folgten insgesamt rund 200 Frauen und Männer aus den Feuerwehren der Seenplatte, Feuerwehrbegeisterte und Wegefährten, Vertreter aus der Gemeinde und der Politik, sowie zahlreiche Gäste. Unter ihnen waren der Vorstandsvorsitzende und Kreiswehrführer der Seenplatte, Stephan Drews und seine Stellvertreter, Röbels Bürgermeister Matthias Radtke und der Ehrenkreiswehrführer Josef Augustin.
Nach dem musikalischen Einzug in die Kirche, begrüßte Martina Lukesova, Pastorin der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Röbel, alle Teilnehmenden recht herzlich zum gemeinsamen Gottesdienst. In ihrem Tagesgebet und der Predigt lobte sie auch die ehrenvolle Arbeit aller Frauen und Männer, die sich ehren- und hauptamtlich in den Hilfsorganisationen engagieren. Des Weiteren sprach sie ihnen Mut und Kraft und ihren Segen zur Bewältigung aller Einsätze und Aufgaben zum Wohle der Allgemeinheit aus. Im Bezug auf die aktuell zunehmende, verbale und körperliche Gewalt gegen die Einsatzkräfte fand sie mahnende Worte.
Ehrung Verstorbener und Erteilung des Segens
Um die verstorbenen Kameradinnen und Kameraden zu ehren, verlasen Feuerwehrmitglieder deren Namen und gedachten Ihrer mit dem Musikstück „Ich hatt‘ einen Kameraden“. Im Anschluss wurden gemeinsam das Fürbittengebet und das Vaterunser gesprochen. Durch Pastor Christoph Feldkamp wurden die Kärtchen gesegnet, die die Einsatzkräfte bei sich tragen, um sie vor Unheil zu schützen. Er erinnerte zuvor an Thorsten John, der 2024 verstorben ist und jahrelang als Pastor im Festgottesdienstes tätig war.
Der Kreiswehrführer bedankte sich in seinen Grußworten bei allen Kameradinnen und Kameraden, die rund um die Uhr für die Sicherheit aller da sind, sei es im Ehren- oder im Hauptamt. „Unsere Hilfe kennt keine Grenzen! Wir helfen, wenn andere Hilfe brauchen. Wir tun das alle auf die gleiche Weise: mit Mut, mit Verstand und mit Herz!“. „Wir als Einsatzkräfte brauchen den Schutz der Gesellschaft, den Respekt und den Rückhalt.“, so Drews. Aus der Politik fordert er mehr Unterstützung, nicht nur mit Worten, sondern auch in Taten.
Biker zollen Respekt und spenden
Zur selben Zeit und unter dem gleichen Motto gab es vom Verein „Biker mit Herz e.V.“ einen Bikergottesdienst auf dem Neubrandenburger Marktplatz. Gemeinsam setzten die Teilnehmer ein Zeichen gegen die zunehmenden Gewalttaten und zollten allen Einsatzkräften ihren Respekt. Mit vertreten waren Ehrenamtler von Feuerwehr, Rettungsdienst und dem Technischen Hilfswerk. Aus den gesammelten Spenden gingen Spendenschecks unter anderem an die Neubrandenburger Jugendfeuerwehren, das Jugend Rot Kreuz und das Jugend THW. Mit demselben Respekt wurden die Biker bei ihrer Ausfahrt geehrt. An den Straßen zeigten einige Feuerwehren ihren Dank mit Sondersignal und Banner.
Der Kreisfeuerwehrverband Mecklenburgische Seenplatte bedankt sich bei allen Teilnehmenden an den Festgottesdiensten, bei der Ev.-Kuth. Kirchgemeinde Röbel, den Pastoren Martina Lukesova und Christoph Feldkamp, dem Musikzug Mirow für die musikalischen Instrumentalstücke, der Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr Röbel sowie beim DRK-Betreuungszug, weiteren Helfern und Unterstützern recht herzlich.




