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Brecht, Landestheater, Lesung, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Oper, Wochen gegen Rassismus

Die TOG lädt an diesem Samstag, 22. März, zu zwei Veranstaltungen im Landestheater Neustrelitz ein, die sich mit dem Werk Bertolt Brechts beschäftigen. Die Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ steht ein letztes Mal auf dem Programm, ein zentrales Werk Brechts, das auf eindrucksvolle Weise soziale und politische Themen setzt. Zum anderen erwartet die Zuschauer im Rahmen der „Internationalen Woche gegen Rassismus“ eine Lesung zu Brechts „Flüchtlingsgesprächen“, in der seine Auseinandersetzung mit den Erfahrungen von Flüchtlingen und Exilanten im Mittelpunkt steht. Ein Abend intensiver Auseinandersetzungen mit Brechts bedeutendem Erbe.
Im Rangfoyer lesen um 18.15 Uhr Intendant Sven Müller und Schauspielerin Kit Kanke aus Brechts „Flüchtlingsgesprächen“, die er Anfang der vierziger Jahre im Exil schrieb. Der Metallarbeiter Kalle und der Physiker Ziffel haben nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in Finnland Zuflucht gefunden. Im Bahnhofsrestaurant von Helsingfors reden sie über die internationale Lage und die eigene Situation als Emigranten. Dazu gibt es eine interaktive Quizshow zum Thema Alltagsrassismus. Ca. 45 Minuten ohne Pause. Der Eintritt ist frei!
Um 19. 30 Uhr folgt im Großen Saal die Oper„Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“. Mit diesem Werk schufen Kurt Weill und Bertolt Brecht 1930 einen neuen Typus der großen Oper, radikal in Unterhaltsamkeit wie auch Kritik. Sie zeichnen ein schonungsloses Bild des ungezügelten Kapitalismus. Hier regiert nur noch das Geld. Die Todsünde ist Zahlungsunfähigkeit. Was bedeutet es für eine Gesellschaft, frei von Moral und den Grenzen der Natur zu leben? Mit fesselnder Musik – beeinflusst von Jazz, Kabarett und Musical – geht die Oper diesen Fragen nach. Antworten müssen wir selbst suchen.
Tickets unter 03981 20 64 00 und 0395 569 98 32 oder online unter https://tog.de.
