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Heute Mittag erhielt die Wasserschutzpolizeiinspektion (WSPI) Rostock von der Verkehrszentrale Rostock die Meldung, dass ein Frachter im Fahrwasser der Unterwarnow einen Maschinenausfall hat. Der Kapitän des Frachters meldete einen sogenannten Blackout. Das Schiff war manövrierunfähig und trieb aufgrund des starken südwestlichen Windes auf der Unterwarnow in Richtung Ostsee. Der Kapitän führte sofort ein Notankermanöver aus. Dadurch touchierte der Frachter zwei Fahrwassertonnen. Durch die Querlage des Frachters im Fahrwasser der Warnow wurde die Sicherheit und Leichtigkeit der Berufsschifffahrt beeinträchtigt.

Die Verkehrszentrale des Wasserstraßen-und Schifffahrtsamtes (WSA Ostsee) veranlasste sofort den Einsatz der Hafenschlepper „Fairplay 55“ und „Fairplay 64“, um das holländische Frachtschiff aus dem Fahrwasser zu schleppen. Gleichzeitig kam das Küstenstreifenboot „Warnow“ der WSPI Rostock zum Einsatz, um das Freischleppen des Frachtschiffes abzusichern. Der Frachter wurde wieder zurück in den Überseehafen gebracht. Dort hatte er kurz zuvor abgelegt. Nach ungefähr 60 Minuten war das Warnow-Fahrwasser wieder frei.

Fotos: Wasserschutzpolizei MV

Die Besatzung des Schiffes war nach derzeitigem Kenntnisstand nicht gefährdet. An den Fahrwassertonnen in der Unterwarnow entstand ein geringfügiger Sachschaden. Die WSPI Rostock nahm eine Schiffsunfallanzeige auf. Eine Festlegeverfügung der BG Verkehr (Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft, Post-Logistik und Telekommunikation) wurde ausgesprochen, um die Schiffsklasse zu bestätigen. Bereits am gestrigen Montag hatten Beamte der Wasserschutzpolizei Rostock das mit Düngemitteln beladene Frachtschiff einer genauen schifffahrtspolizeilichen Kontrolle unterzogen. Mängel wurden in diesem Zusammenhang nicht festgestellt.