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Am gestrigen Sonnabend hat die SPD MV ihre Landesvertreterversammlung zur Aufstellung der Landesliste zur Bundestagswahl in Güstrow durchgeführt. Im Bürgerhaus der Barlachstadt wurde um die Platzierung zur Aufstellung für die Bundestagswahl gerungen. Auch für den Bundestagsabgeordneten Johannes Arlt ging es um einen Platz auf der Landesliste. Dem direkt gewählten
Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis 17 (Mecklenburgische Seenplatte II – Landkreis Rostock III) wurde Listenplatz 6 in Aussicht gestellt. Mit der vorgesehenen Platzierung zeigte sich Johannes Arlt nicht einverstanden und verkündete daher noch am selben Tag seinen Verzicht auf einen Platz der Landesliste.

Johannes Arlt nimmt zu seinem Verzicht wie folgt Stellung: „Ich habe, nach intensiven Beratungen im Kreise des Landesvorstands, der Landesvertreterversammlung mitgeteilt, dass ich auf der Landesliste
der SPD MV nicht antreten werde. Als Direktkandidat im größten Wahlkreis der Bundesrepublik setze ich auf die Erststimme und verzichte auf einen Listenplatz, der durch die Zweitstimme entschieden wird. Ich bin mit dem Platzierungsvorschlag des Landesvorstands auf der Liste nicht einverstanden.”

Arlt fügt hinzu: „Nicht nur der etablierte Abgeordnete Frank Junge hätte einen nicht verdienten Platz zugewiesen bekommen, auch für mich war ein hinterer Listenplatz vorgesehen. Das Rational der Zusammenstellung kann ich nicht nachvollziehen. Ich stehe für eine transparente und abrechenbar ergebnisorientierte Politik und bin daher nicht bereit, diese Platzierung zu akzeptieren – denn die Ergebnisse der Arbeit blieben bei der Listenaufstellung unberücksichtigt.

Die intensiven Verhandlungen auf der Landesvertreterversammlung haben mich in meinem Entschluss bestärkt. Um weitere Kämpfe und innerparteiliche Uneinigkeit zuvermeiden, habe ich meine persönliche Entscheidung getroffen und mich gegen einen sicheren Listenplatz entschieden. Jetzt liegt die Entscheidung direkt bei den Bürgern: Sie können durch ihre Erststimme für mich bestimmen, ob sie möchten, dass ich meine intensive Arbeit im Bundestag für unsere Region fortsetze. In den letzten drei Jahren wurden u.a. 150 Millionen Euro Bundesgelder für unseren Wahlkreis eingeworben.

Mit dem mobilen Büro hat sich eine flexible und bürgernahe Form der Betreuung etabliert, die in einem großen Wahlkreis näher an den Menschen und ihren Sorgen ist. Ich bin mir sicher, dass die Bürger verantwortungsvoll entscheiden werden, wen sie als Vertreter ihrer Region im Bundestag sehen wollen.“ Arlt denkt, dass er gute Chancen hat, Vertrauen zu erlangen und das Direktmandat wieder zu gewinnen. „Einfach mit klaren Worte, starken Taten und einem zupackenden Politikstil.“