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Alte Kachelofenfabrik, Fabrik.Scheune, Konzert, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, The Bony King of Nowhere

Gelungener konnte das zurückliegende Wochenende nicht enden, als in der Scheune der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz. Ein paar Musikfreunde mehr hätte das Konzert der belgischen Indie-Folk-Band „The Bony King of Nowhere“ (Strelitzius berichtete) noch vertragen können. Die der Einladung des kleinen Neustrelitzer Labels Poly Unique zur inzwischen fünften Session gefolgt waren, kamen voll auf ihre Kosten und entließen die drei Musiker bei ihrem Deutschland-Tourneehalt zwischen Oberhausen und Berlin nicht ohne Zugabe.
Im Mittelpunkt des Hörgenusses der charismatische Frontmann Bram Vanpary, der mit seiner ausdrucksstarken Stimme, mal laut, mal leise, bei sehr viel Eigenem ein bisschen an Neil Young, aber auch an Bob Dylan erinnert. Immer wieder wechselte er die Gitarren und erwies sich dabei auch als begnadeter Instrumentalist. Was gleichermaßen auch auf seine Kollegen Simon Segers (Drums) und Jasper Hautekiet (Bass und Synthesizer) zutrifft. Songs vom in diesem Jahr erschienenen sechsten Album „Everybody Knows“ erklangen, aus dem Alltag geboren, die ins Ohr gehen und auch mal unter die Haut. Einfach großartig!
Hinter Poly Unique verbirgt sich Kulturarbeiter Erik Swiatloch, der einmal mehr mit großem persönlichen Einsatz für einen musikalischen Höhepunkt gesorgt hat. Der Sonntagabend als Veranstaltungstermin ungewöhnlich aber im konkreten Fall alternativlos, umso mehr freute sich der Veranstalter im Gespräch mit mir, dass die Scheune doch einigermaßen gefüllt war. „War ein schöner Abend“, stimmte er mir zu, „hat Spaß gemacht.“
Auch wenn er momentan diesbezüglich keine weiteren Pläne habe, wolle er die Sessions gern fortführen. Das sei aber immer auch eine Frage der Energie, der mentalen Stärke und der finanziellen Ressourcen. Mit Kultur könne man heutzutage nur noch schwer Geld verdienen. Ich sage sicherlich auch im Namen des gestrigen Publikums danke, Erik. Wäre schön, wenn wir uns bei einer sechsten Session im kommenden Jahr wiedersehen.



