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Winter und Kohl, das passt hervorragend zusammen. Pünktlich haben Petrus und Frau Holle in Tateinheit für die passenden Rahmenbedingungen gesorgt. Von denen wir uns heute mit Spaziergängen durch Diemitz einschließlich einer Gedenkminute für das „Regolin“ und durch Peetsch überzeugt haben. Und so begann mein Kochjahr gemüsig, durchgefroren zurückgekehrt.

Was andere als Beilage auf den Teller bringen, ist in der Strelitzius-Küche der Hauptdarsteller. Während das Angebot in den Kaufhallen der Woblitzstadt zum Auftakt 2024 ansonsten eher lückenhaft war, hielt ein prächtiger Chinakohl erstaunlicherweise die Stellung. Bis er von mir in die heimischen vier Wände umgesetzt wurde. Eine wirklich gute Entscheidung, eigenhändiges Schulterklopfen!

Den auch Peking-, Japan- oder Selleriekohl Genannten habe ich halbiert, den Strunk sparsam herausgeschält und das Gemüse in Streifen geschnitten. Die wanderten in einen Topf von zwei Litern kochender Gemüsebrühe, wurden blanchiert und durften dann im Sieb abtropfen. Die Brühe zu zehn Prozent auffangen.

Das Glück beim Einkauf war mir übrigens gleich doppelt hold. Gut, dass Wesenberg zwei Lebensmitteltempel hat. So kam ich doch noch zu Knoblauch, den aus der preisintensiven Bio-Fraktion wollte wohl nicht jeder. Eine gute halbe Knolle habe ich für das Essen verwendet, die Zehen ebenfalls in Streifen geschnitten. Zwei mittlere Zwiebeln habe ich geschält und zerkleinert.

Jetzt wurden in einer großen Pfanne Flüssigpflanzenmargarine heiß gemacht und in dem Fett 150 Gramm Schinkenwürfel, Knobi und Zwiebelstückchen kurz angebraten. Den Kohl habe ich untergemischt, ihn zehn Minuten lang immer mal gewendet und zwischendurch mit Brühe mehrmals abgelöscht.

Nun will ich ja den angekündigten Autobahnblockaden der kommenden Woche nicht vorgreifen, aber Tomaten waren zumindest bislang immer zu haben. Fünf größere Exemplare habe ich in Scheiben geschnitten und unter den Kohl gehoben. Fangt nicht an, wie häufig gefordert, die Tomaten noch zu enthäuten und zu entkernen. Da bleibt bei den hierzulande Angebotenen nichts übrig.

Dann habe ich noch einen Becher Crème fràiche eingerührt und das Gericht kräftig mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und einer Prise Zucker abgerundet. Petersilie darüber, leider nur wenig fotogen aus dem Froster, aber, trara, vom eigenen Hochbeet geerntet, und fertig ist das Chinakohl-Mahl.

Beim Auftischen die Pfeffermühle in Reichweite positionieren, jedes zermahlene Gewürzkorn eine Wärmeeinheit mehr. Dazu ein Darguner Winterbier… Nein, die Brauer aus der Seenplatte konnte ich noch immer nicht als Werbepartner gewinnen, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Ihre Spezialbiere sind jedenfalls oberlecker, gibt es im „Schwarzen Netto“. Guten Appetit, noch ein Prosit aufs neue Jahr, lasst es euch schmecken!