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Foto: Hans-Fallada-Gesellschaft

Ab sofort ist im Scheunensaal des Fallada-Museums in Carwitz die Sonderausstellung „Endzeit Europa. Ein kollektives Tagebuch französischer und deutscher Schriftsteller im Ersten Weltkrieg“ zu sehen. „Wir zeigen diese Ausstellung als Leihgabe des Brandenburgischen Literaturbüros, dem ich herzlich für die wunderbare Zusammenarbeit danke“, so Museumsleiter Dr. Stefan Knüppel gegenüber Strelitzius.

Als im Sommer 1914 der Erste Weltkrieg ausbricht, sind Künstler und Intellektuelle in Frankreich und Deutschland nicht nur Opfer der Zeitstimmung, sondern häufig auch Meinungsführer im Propagandakrieg. „In den Kriegen von heute, die ganze Völker mitreißen, ist auch der Gedanke dienstpflichtig geworden.“, schreibt Romain Rolland.

Wie sich die Intellektuellen und Künstler öffentlich zum Krieg verhalten haben, ist hinlänglich dokumentiert. Wie aber haben sie die Zeit privat erlebt und reflektiert? Aus einer Collage privater Texte entsteht das kollektive Tagebuch französischer und deutscher Autoren während der Zeit des Ersten Weltkriegs. Illustriert werden die Texte durchgängig mit authentischen Farbfotos, die von dem Franzosen Jules Gervais-Courtellemont und dem Deutschen Hans Hildenbrand aufgenommen wurden. Bild und Text ergeben eine Chronik jener Umbruchzeit, die das Ende des alten Europa markiert und heute als die eigentliche Zeitenwende im 20. Jahrhundert verstanden wird.

„Endzeit Europa“ ist während der Museumsöffnungszeiten zu besichtigen, also dienstags bis sonntags sowie feiertags von 10 bis 17 Uhr. Der Kauf einer Eintrittskarte für das Museum berechtigt auch zur Besichtigung der Sonderausstellung.