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In der zweiten Hälfte hat die TSG Neustrelitz den Druck deutlich erhöht.

Die Oberligsten der TSG Neustrelitz und mit ihnen rund 300 Fans der Mannschaft hatten heute Nachmittag im Neustrelitzer Parkstadion allen Grund zur Freude. Mit 3:0 (0:0) schlugen die Gastgeber das Team vom Torgelower FC Greif, und da war von den Tormöglichkeiten her noch mehr drin.

Justin Schultze wird von gleich zwei Torgelowern in die Zange genommen.

Kurz vor dem Pausenpfiff war Justin Schultze nach einem Foul an ihm beim fälligen Strafstoß an Torgelows Keeper Nico Barz leider gescheitert. Es war ohnehin nicht Schultzes Tag. Wenn ich mich nicht verzählt habe, wurde er in den 90 Minuten drei Mal in letzter Sekunde von den Beinen geholt und war zwischenzeitlich nicht ganz unberechtigt angefressen.

Vor allem die zweite Hälfte war es, die die Anhänger der Residenzstadtkicker begeisterte. Nach dem Seitenwechsel legten beide Mannschaften zu, es war aber die TSG Neustrelitz, die die Tore machte, während die Torgelower kaum zu ernsthaften Chancen kamen und zudem die Schlussviertelstunde auch noch dezimiert bestreiten mussten. Marcin Mista war schon mit Gelb verwarnt worden und sah Rot.

Den Torreigen eröffnete Dustin Keil in der 57. Minute aus gut zwanzig Metern Distanz mit einem beherzten Sonntagsschuss in den Dreiangel. In der 72. Minute konnte sich Piotr Delner für seine heute sehr gute Leistung belohnen. Er verwertete eine Ecke per Kopf zum 2:0. Und dann kam der Moment der eingewechselten Akteure. Oskar Fijalkowskis Flanke in der 85. Minute verlängerte Mohamed Akasha auf den am langen Pfosten lauernden Mudai Watanabe, der mit voller Wucht einnetzte.

Elia Miro Friebe scheitert am Torgelower Schlussmann.

„Wir waren die aktivere und diesmal endlich wieder die effektivere Mannschaft“, freute sich TSG-Coach Maximilian Dentz nach Spielende im Gespräch mit Strelitzius. Der Sieg sei auch in der Höhe verdient gewesen. „Ich bin sehr dankbar und kann meine Jungs nur beglückwünschen. Wir konnten heute personell nach der langen Durststrecke aus dem Vollen schöpfen und damit auch zeigen, welche Qualität in der Mannschaft steckt. Die TSG Neustrelitz braucht sich vor keinem Team in der Oberliga Nord zu verstecken.“

Das letzte Wort habe ich heute Tino Schmunck eingeräumt. Der sympathische Sportsmann, der nach seiner Verletzung heute noch pausierte, hofft, beim Pokalspiel am 26. März in Bentwisch wieder dabei zu sein. „Das ging ja ein bisschen schleppend los, gegenseitiges Abtasten war angesagt, obwohl man sich ja kennt, aber in der zweiten Halbzeit haben unsere Jungs ein wahres Feuerwerk abgebrannt. Besonders freut es mich, dass es ausschließlich Spieler von der Bank waren, die hier zum dritten Treffer beigetragen haben.“ Das hatte der Coach ebenfalls positiv angemerkt und auf die Leistungsfähigkeit auch der Jungs im Kader verwiesen, die nicht so viel Einsatzzeit bekommen.

Unsere TSG Neustrelitz wie anvisiert jetzt auf Rang 8 der Tabelle mit 30 Zählern auf dem Konto. Am kommenden Wochenende ist spielfrei, bevor es am Sonnabend darauf zum Viertelfinalspiel im Landespokal auswärts gegen die Verbandsligisten vom FSV Bentwisch geht. Anstoß dort ist um 14 Uhr, und die TSG Neustrelitz würde sich natürlich freuen, wenn sie möglichst viele Fans begleiten.

Die Torschützen des heutigen Spieltages: Dustin Keil, Mudai Watanabe und Piotr Delner (von links).
Überschäumende Freude bei den Neustrelitzern nach dem Erfolg.