Schlagwörter

, , ,

Vom 14. bis zum 27. März finden die internationalen Wochen gegen Rassismus bundesweit mit mehreren tausend Veranstaltungen statt. So beteiligen sich verschiedenste Vereine und Organisationen in Neustrelitz mit einem vielfältigen Programm gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus an den Aktionswochen. Das Thema der diesjährigen Wochen ist „Haltung zeigen“ für eine menschenfreundliche und offene Gesellschaft. Rechtsextreme Gruppierungen und antisemitische Verschwörungstheorien haben im Zuge der Corona-Pandemie zunehmend auf den Straßen und im Internet Gehör bekommen und verunsichern viele. Mit den Aktionswochen soll ein Zeichen gesetzt werden, dass es viele menschenfreundliche Initiativen gibt und das friedliche Zusammenleben überwiegend gelingt. Die Anti-Rassismuswochen bieten Gelegenheiten, gemeinsam ins Gespräch und in dem Austausch zu kommen und die Vielfältigkeit der Stadtgesellschaft hervorzuheben.

Am Montag, 14. März., von 17 bis 18.30 Uhr, findet eine kostenfreie Online-Veranstaltung des Regionalzentrums für demokratische Kultur Mecklenburgische Seenplatte zum Thema „Die Neue Rechte – Strategien und Gefahren“ statt. „Die Neue Rechte“ ist eine Selbstbezeichnung von Teilen der rechten Szene, die sich gern harmlos geben und Anknüpfungspunkte an demokratische Positionen suchen, was die Einordnung auf den ersten Blick häufig erschwert. Nichtsdestotrotz vertreten sie rassistische und menschenverachtende Positionen und lehnen die freiheitlich-demokratische Grundordnung ab. In der Veranstaltung wird ein genauerer Blick auf die Ideologie und die Strategien dieser „Neuen Rechten“ geworfen und über die damit einhergehenden Gefahren für die Demokratie und eine offene, tolerante Gesellschaft gesprochen. Bitte vorab per Mail engagiert@neustrelitz.de oder telefonisch unter 0151-40639237 für die Teilnahme an der Veranstaltung bei der Koordinatorin der Partnerschaft für Demokratie Neustrelitz Anne Steffen anmelden.

Am Mittwoch, 16. März, von 15.30 Uhr bis 17 Uhr, gibt es eine Kinderbuchlesung „Menschen unserer Welt“. Das Familienzentrum Neustrelitz veranstaltet eine Lesung von ausgewählten Kinderbüchern zum Thema Vielfalt und Rassismus mit der Möglichkeit zum Austausch. Bitte bei Interesse im Familienzentrum NZ unter: 03981 20 50 87 zur Teilnahme an der Veranstaltung anmelden.

Am Montag, 21. März, von 17 bis 18 Uhr, findet ein kostenfreier Workshop im Borwinheim (Treppensaal) zum Thema Selbstakzeptanz durch Atmung und Körpersprache statt. In diesem Workshop können Interessierte durch Atemtechniken und Stimmenübungen lernen, Stress abzubauen und mehr Selbstvertrauen zu erlangen.

Jeweils an den beiden Freitagen, 19. März und 25. März, von 16 bis 17.30 Uhr, lädt der Kunsthaus Neustrelitz e.V. Kinder und Jugendliche zum Spielnachmittag der Vorurteile  ein, um gemeinsam zu den Fragestellungen wie „Weiße können nicht rappen“ oder „Jugendliche habe keine Werte mehr“ die eigene Haltung dazu zu erforschen und zu hinterfragen.

Vom 14. bis zum 16. März wird jeweils um 17.30 Uhr in der Alten Kachelofenfabrik im Fabrik.Kino 1  der Film „WHAT YO GONNA DO WHEN THE WORLDS’S ON FIRE?“ aufgeführt. In New Orleans im südlichen US-Bundesstaat Louisiana sind afroamerikanische Bürger auch im 21. Jahrhundert noch immer jeden Tag mit Rassismus konfrontiert, neben Polizeigewalt kommt es auch immer noch zu Angriffen des terroristischen Ku-Klux-Klans. Ohne zu werten, beobachtet der Film in eindringlichen Schwarz-weiß-Bildern den Alltag unterschiedlicher Menschengruppen und zeigt ihr Leben zwischen Furcht, Ratlosigkeit und Trotz. In eindringlichen Portraits, die sich zu einem Bild verdichten, wird gezeigt welche Menschen hinter der Forderung #blacklivesmatter stehen und wie ihr alltäglicher Kampf gegen den Rassismus aussieht.

Vom 24. bis zum 26. März wird jeweils um 20 Uhr in der Alten Kachelofenfabrik im Fabrik.Kino 2  der Film „ÈGALITÉ“ aufgeführt. Eine Berliner Familie wird aus ihrem glücklichen Leben herausgerissen, als die Tochter nach einer scheinbar harmlosen Mandeloperation erblindet. Der verzweifelte Vater vermutet einen Ärztefehler und argwöhnt, dass er wegen seines Migrationshintergrundes schlechter behandelt wird, was die Familie weiter zerreißt, bis er sich zu einer Verzweiflungstat hinreißen lässt. Der Titel „Égalité“, also Gleichheit, verweist auf das Anliegen des Drehbuchs, das unterschwelligen Alltagsrassismus thematisiert.

Wer Interesse hat, an einer der Veranstaltungen teilzunehmen, kann sich gern bei der Koordinatorin der Partnerschaft für Demokratie Neustrelitz, Anne Steffen (T: 0151-40639237, Email: engagiert@neustrelitz.de) anmelden. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden sich auch auf der Internetseite der Partnerschaft unter www.neustrelitz.de oder auf den Veranstaltungsflyern, die in Neustrelitz ausliegen.