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Bürgermeister Helmut Hamp alias Federkiel moderierte unter anderem an der Tafel des Nikolaus von Werle.

In Wesenberg werden Fischdiebe in den Räucherofen gesteckt. Die ersten Delinquenten waren  zwei Brandenburger, die der Meinung waren, ungestraft in Größenordnung Aale illegal aus der Woblitz ziehen zu können. Da hat Wesenbergs Herrscher Nikolaus von Werle kurzen Prozess gemacht.

So erlebt beim 24. Burgfest, das zum 23. Mal als einen Höhepunkt ein Schauspiel aus der Schreibstube von Bürgermeister Helmut Hamp alias Federkiel bot.  Der immer wieder inspirierte Autor gab ihm den Titel „Das Gold der Woblitz“. Er sorgt auch alljährlich für die Rede von Stadtgründer Fürst Nikolaus. „Eine gute Möglichkeit, mal ganz anders  Kommunalpolitik zu machen“, sagte mir Hamp. Und er reime grundsätzlich, weil sich dann der Text leichter lerne und sich die Stichwörter besser einprägen, war noch zu erfahren. Hut ab von Schreiberling zu Schreiberling!

Markgrafen schrumpfen auf Aalgröße

Rund ein Vierteljahr probt die Truppe der Burgschauspieler, etliche sind von Gründung der Theatertruppe an dabei, dann muss das neue Stück sitzen. Den Leuten hat es wieder gefallen, auch dann noch, als der Qualm vom wie vorgesehen mit lautem Knall explodierenden Räucherofen den ganzen Festplatz einhüllte. Der Wind, der auch kräftig in die instabilen Kulissen blies und so die Mimen vor zusätzliche Herausforderungen stellte, sorgte schnell wieder für klare Sommerluft. Und als die beiden Brandenburger Markgrafen Albrecht und Otto aus dem Ofen gezogen wurden, auf die Größe eines dicken und eines dünnen Aals geschrumpft, kannte die Heiterkeit kaum noch Grenzen.

Die tschechische Rittergruppe „Veles Stunts“ sorgte bei ihren Auftritten für viel mittelalterliches Flair.

Das Burgfest 2018 hat einen neuen Rekord zu verzeichnen. Rund 3000 Besucher haben am Freitag und Sonnabend das Festgelände zu Füßen der Burg, den Burghof beim wieder sehr schönen Chorsingen  sowie die Altstadt beim Nachtwächterrundgang bevölkert. Axel Hirsch, Vorsitzender des rund 50 Mitglieder starken Burgvereins, hat extra noch mal in Sachen Gästezahl Ehefrau Dagmar zu den Kasseneinnahmen befragt. „Die Fußball-WM haben wir klar besiegt“, stellte sie fest.

Die Folk-Barden der Gruppe „Hinterhof“ begeisterten das Festpublikum.

So brauchte auch das prächtige musikalische Feuerwerk nicht unter Zuschauermangel zu leiden, während sich Russland und Kroatien gleichzeitig im Elfmeterschießen um den Einzug ins WM-Halbfinale bemühten. Im Biergarten am Hafen von Karin Krause und Uwe-Jens Bahrke war extra für Fußball-Fans ein Bildschirm aufgehängt worden. Das Interesse an den Übertragungen soll sich aber in Grenzen gehalten haben.

Im Januar waren die Vorbereitungen auf das Burgfest in den drei Arbeitsgruppen Technik, Versorgung und Kultur in die heiße Phase getreten, erfuhr ich von Axel Hirsch. „Der ganze Erfolg wäre aber undenkbar ohne die vielen freiwilligen Helfer, die den Verein unterstützen“, stellte er heraus. „Natürlich wollen wir das Burgfest 2019, das im nächsten Jahr 25. Jubiläum, noch toppen.“ Strelitzius ist sich sicher, dass das gelingen wird.

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