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Foto: Alex Schroeder

Mit dem Festkonzert der Rheinsberger Hofkapelle 2025/26 verabschiedet sich das Ensemble Polychroma aus dem Ruppiner Land. Nach einer einjährigen Residenzphase mit insgesamt drei Konzerten ist das internationale Quartett am Pfingstsonntag, 24. Mai, um 18 Uhr, ein letztes Mal im Spiegelsaal von Schloss Rheinsberg zu erleben.

Es musizieren Anežka Drozdová (Traversflöte), Natascha Pichler (Barockvioline), Marta Pindór (Cembalo) und Glenna Curren (Barockcello). Im Rahmen des Förderprogramms „Rheinsberger Hofkapelle“ der Musikkultur Rheinsberg konnte sich das Ensemble mit Wurzeln in Polen, Tschechien, Österreich und den USA programmatisch und technisch weiterentwickeln. Zum Abschluss widmet es sich nun den musikalischen Spuren von Prinz Heinrich und Prinzessin Wilhelmine, die den Rheinsberger Musenhof im 18. Jahrhundert maßgeblich prägten.

Das Programm steht unter der Überschrift „Von Rheinsberg in die Welt – Heinrichs Leben im Spiegel der Musik“ und nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch höfische Klangwelten. Im historischen Spiegelsaal begegnet es einer Kammermusik, die den europäischen Horizont des Rheinsberger Musenhofs hörbar macht und die kulturelle Blüte jener Zeit ins Hier und Jetzt holt. Im Zentrum des Programms stehen nicht nur bekannte „Rheinsberg-Komponisten“ wie Carl Philipp Emanuel Bach, der 1738 in die historische Rheinsberger Hofkapelle des Kronprinzen Friedrich von Preußen eintrat. Auch Musik seines Taufpaten, des epochemachenden Komponisten Georg Philipp Telemann, ist zu erleben.

Einen besonderen Akzent setzen mehrere Werke von Jean-Marie Leclair, einem vergleichsweise selten zu hörenden Komponisten des französischen Barock. So entsteht ein reizvoller musikalischer Dialog zwischen vertrauten Namen des Rheinsberger Musenhofs und einer Klangsprache, die hier seltener zu hören ist – elegant, tänzerisch und von feiner Raffinesse geprägt.