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Hannelore Westfalen befreit den „Pusteblume-Fischer“ schon mal vom Sägemehl. In den nächsten Tagen wird die Skulptur fertig.

Eines muss man den Wesenbergern Hannelore Westfalen und Klaus Düe lassen: Wenn sich das Paar von der „Villa Pusteblume“ etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht es die Sache auch durch. Besucher des heute beginnenden Burgfestes in der Woblitzstadt (Programm siehe unten) können sich davon überzeugen. Den Vorgarten des malerisch zu Füßen der Burg gelegenen Anwesens mit Kaffeegarten und Museum für Blechspielzeug und mechanische Musikinstrumente ziert jetzt ein mit Sockel dreieinhalb Meter großer Fischer. Der Wesenberger Burkhard Schüler hat die Holzskulptur geschaffen.

Als Anfang Dezember vergangenen Jahres mit der 26 Meter hohen Fichte an der „Villa Pusteblume“ eine Art Wahrzeichen des Grundstücks wegen Krankheit des Baums abgenommen werden musste (Strelitzius berichtete), waren sich Hannelore Westfalen und Klaus Düe sofort einig, dass aus dem verbliebenen Stumpf ein Kunstwerk werden sollte. Dües Vorschlag einer Nixe setzte sich nicht durch. In der alten Heimat im niedersächsischen Stade wurden die Leute von der „Pusteblume“ dann inspiriert. Dort gibt es den „Fischer-und-seine Frau-Brunnen“, und die Gestalt des Fischers hatte es den Suchenden sofort angetan. Wobei der in Stade sitzt und der in Wesenberg nun dank Burkhard Schüler steht. Der Hobbykünstler fand es einfach schade, dem Baumrest die verbliebene Höhe zu nehmen.

Längere Zeit hatten sich Hannelore Westfalen und Klaus Düe bei den Holzkünstlern der Umgebung von Wesenberg um eine Zusage bemüht, stießen aber nicht auf das erwartete Interesse. Dann gab es den Tipp einer Mitbürgerin, es doch mal bei Schüler zu versuchen. „Er hat mir eine kleine Holzfigur gezeigt, und ich war gleich überzeugt“, so Klaus Düe über den Autodidakten.

Bis zur Einweihung bleibt noch einiges an Arbeit

Für den Mann, der nun dem Fichtenrest mit diversen Sägen zu Leibe rückte, eine gewaltige Herausforderung, denn an einem so großen und noch dazu figürlichen Objekt hat er noch nie gearbeitet. Augenscheinlich meistert Burkhard Schüler aber seinen Auftrag. Zum Fototermin sind wir leider nicht zusammengekommen, aber es braucht auch noch ein paar Tage, bis das Werk vollendet ist. Die Fichte ist von einem Blitz getroffen worden, das dabei entstandene Loch muss beispielsweise noch mit Holzabfällen ausgekleidet werden. Auch der Sockel harrt noch seiner Gestaltung. Schließlich gibt es einen Schutzanstrich. Zur Einweihung der Skulptur ist Strelitzius wieder dabei.