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Dieses Arsenal wurde bei einem 29-Jährigen aus der Müritzregion gefunden. Foto: Polizei Neubrandenburg

Die beim am gestrigen Montag geführten Schlag gegen ein Netzwerk von Drogenhändlern im Nordosten beschlagnahmten Betäubungsmittel (Strelitzius berichtete) haben einen weitaus höheren Wert als zunächst angegeben. Die Polizei nennt heute eine Summe von weit über 100 000 Euro. Es sei einer der bedeutendsten Fälle von Drogenkriminalität der letzten Jahre in der Region.

Etwa 160 Beamte hatten 15 Objekte durchsucht, darunter drei in Hamburg und zwei in Sachsen-Anhalt. Die übrigen Wohnungen, Häuser, Ställe, Garagen, Nebengelasse befanden sich in Mecklenburg-Vorpommern, und hier hauptsächlich im ehemaligen Müritzkreis.

Am Amtsgericht Neubrandenburg wurden heute gegen zwei Beschuldigte (29 und 35 Jahre alt), welche gestern vorläufig festgenommen worden waren, die Haftbefehle erlassen. Die Tatverdächtigen wurden in Justizvollzugsanstalten gebracht. Bei einem 27-Jährigen wurden zwei bereits bestehende Haftbefehle aufgrund einer Ersatzfreiheitsstrafe in anderer Sache vollstreckt. Ein vierter Beschuldigter (27 Jahre alt) war bereits gestern hinter Gitter gewandert. Bei einem 29-Jährigen aus der Müritzregion wurden über 20 nach dem Waffengesetz verbotene Gegenstände beschlagnahmt.