Foto: Philip Schröder

Nasse Moore sind Klimaschützer. In ihren Torfen speichern sie zweimal mehr Kohlenstoff als die gesamte Biomasse aller Wälder der Erde. Am kommenden Mittwoch, den 6. Juni, um 19.30 Uhr, führt Dr. Wendelin Wichtmann in einem Abendvortrag unter dem Titel „Moor muss nass! Wie wir das Klima durch den Erhalt nasser Moore und die Nutzung wiedervernässter Flächen schützen können“ in das Thema ein und eröffnet damit die Wanderausstellung des Greifswalder Moor Centrums im Müritzeum. Sie war im vergangenen Jahr bereits mit Erfolg im Landeszentrum für erneuerbare Energien (Leea) in Neustrelitz gezeigt worden.

Schilf im Kessel, Rohrkolben in der Wand oder Torfmoos auf dem Teller – dass intakte Moore Klimaretter sind und sich auch nachhaltig nutzen lassen, erklärt die Wanderausstellung „Moor, Klimaschutz und Paludikultur. Moore speichern nicht nur Kohlenstoff, sie garantieren biologische Vielfalt, liefern Rohstoffe, bieten Erholung und vieles mehr. Sie sind durch Torfabbau und Trockenlegung bedroht. Eine Lösung bietet die Wiedervernässung von Mooren und die nachhaltige Nutzung nasser Moorfläche. Dies nennt man auch Paludikultur (lat. palus – Sumpf).

Die Ausstellung des Greifswalder Moor Centrums ist bis zum 31. Juli im Müritzeum zu sehen. Wer nach dem Besuch der Ausstellung weiter in die Welt der Moore eintauchen möchte, sollte sich die Aktionen zur Moorwoche vom 23. Juni bis zum 1. Juli am Kummerower See (Strelitzius berichtete) genauer anschauen. Detailliertere Informationen unter

https://kummerower-see.1000seen.de/moorwoche

Foto: Stiefel Greifswald Moor Centrum