Die zuständige Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat heute beim Amtsgericht Waren einen Haftbefehlsantrag gegen einen 74-jährigen Tatverdächtigen wegen des Vorwurfs des Totschlags gestellt. Der Mann wurde daraufhin am frühen Nachmittag der zuständigen Haftrichterin beim Amtsgericht Waren vorgeführt, die antragsgemäß Haftbefehl erließ.
Die Rechtsmedizin hat das am 21. Oktober in Greifswald zerstückelte Opfer (Strelitzius berichtete) nun eindeutig anhand von DNA identifiziert: Es handelt sich um einen 38-jährigen Deutschen aus Greifswald, der mutmaßlich ein Bekannter der Tatverdächtigen war. Gegen die 27 bzw. 28 Jahre alten Männer wird aktuell wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt. Beide sind weiterhin in Untersuchungshaft.
Was sich genau in der Wohnung in der Einsteinstraße wann abgespielt hat und wodurch der 38-Jährige genau zu Tode gekommen ist, muss noch geklärt werden.
Nach dem gewaltsamen Tod eines sechsjährigen Jungen am 14. September in Pragsdorf wurde heute Vormittag ein vierzehnjähriger Jugendlicher wegen eines dringenden Tatverdachts vorläufig festgenommen. Er war im Zuge der Ermittlungen dadurch aufgefallen, dass er die letzte Person war, welche den sechsjährigen Jungen lebend gesehen hatte. Zudem verstrickte er sich in widersprüchliche Aussagen. Eine zeitnah durchgeführte Durchsuchung der Wohnung, in der der Jugendliche wohnt, hatte jedoch nicht dazu geführt, dass zu diesem Zeitpunkt der Verdacht gegen ihn erhärtet werden konnte.
Nunmehr hat die Analyse des in Tatortnähe aufgefundenen Messers ergeben, dass es sich bei diesem um das Tatmittel handelt. An der Klinge und dem Griff des Messers konnten neben Blutanhaftungen und Faserspuren des Opfers auch DNA-Spuren festgestellt werden, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit dem Jugendlichen zugeordnet werden können.
Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat aus diesen Gründen beim Amtsgericht Neubrandenburg den Erlass eines Haftbefehls wegen des Verdachts des Totschlags beantragt. Dieser wurde durch den zuständigen Haftrichter heute erlassen. Der Vierzehnjährige ist daraufhin heute Vormittag festgenommen worden und soll nunmehr dem Haftrichter vorgeführt werden. Zu einem möglichen Tatmotiv liegen derzeit noch keine Erkenntnisse vor. Die Ermittlungen dauern an.
Wie das Polizeipräsidium Neubrandenburg gestern mitteilte, kam es am Freitag gegen 22.30 Uhr zu einem Körperverletzungsdelikt in Neustrelitz, bei dem ein 17-Jähriger Deutscher am Bahnhof im Bereich des Tunnels durch Stiche schwere Verletzungen davontrug (Strelitzius berichtete). Der Kriminaldauerdienst Neubrandenburg nahm gemeinsam mit der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg die Ermittlungen auf. Am gestrigen Sonnabend konnten ein 18-jähriger Deutscher und ein 17-jähriger Ukrainer vorläufig festgenommen werden, die dringend der Tat verdächtigt sind.
Für beide Beschuldigte wurde Untersuchungshaft angeordnet. Noch am Nachmittag wurden die Festgenommenen an die Justizvollzugsanstalt Neustrelitz überstellt. Die Kriminalpolizei führt indes die Ermittlungen zum Verdacht des versuchten Totschlags weiter.