Liane Kraft (Mitte) erklärt Andrea Anna (links) und Angelika Schlender-Kamp vom Orga-Team des Frauenlaufs die Funktionsweise des Kältegeräts, mit dem Missempfindungen durch die Chemotherapie gelindert werden können. Foto: DBK
Sie können die Krankheit nicht heilen, nur den Aufenthalt im Krankenhaus angenehmer gestalten und Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie mildern: Die Spenden, die alljährlich durch den Neubrandenburger Frauenlauf zusammenkommen, sind aktuell unter anderem in die Gestaltung von Räumen der Onkologischen Tagesklinik des DBK investiert worden, in denen Brustkrebspatientinnen ihre Chemotherapie erhalten. Außerdem wurde ein Kältegerät angeschafft, das Missempfindungen durch die Therapie lindern kann. Über eine Apotheke werden zudem für die Patientinnen regelmäßig „Wohlfühlboxen“ gekauft mit verschiedenen, speziell zur Linderung von Nebenwirkungen zusammengestellten Produkten wie Hand- und Fußcreme, Vitamine, Spezial-Nagellack und Augentropfen gegen Trockenheit.
Angelika Schlender-Kamp, Andrea Anna und Regine Stieger (von links) sprachen bei ihrem Besuch im Klinikum auch mit Frauenklinik-Chefarzt Dr. med. Andreas Putz, der sich für die hohe Spendensumme bedankte. Foto: DBK
Mehr als 13 000 Euro – das war schon Rekord, als die Spendenbox nach dem diesjährigen Neubrandenburger Frauenlauf am 7. Mai ausgezählt war. Anschließend sind weitere Spenden beim Hochschulsportverein Neubrandenburg eingegangen, und jetzt steht fest: Das Brustkrebszentrum des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums kann sich über eine Spende von 15 000 Euro freuen. Die Hauptorganisatorinnen Andrea Anna, Angelika Schlender-Kamp und Regine Stieger waren persönlich im Krankenhaus, um die Summe bekanntzugeben und sich darüber zu informieren, wie die Gelder verwendet werden.
Die Jutebeutel, die extra für die an Brustkrebs erkrankten Frauen mit einem Mutmacher-Spruch gestaltet wurden, werden bereits seit einigen Monaten an die Patientinnen übergeben – zur Aufbewahrung ihrer Klinik-Unterlagen. Dazu gibt es unter anderem Herzkissen, die von der Patchworkgruppe des Malliner Kulturvereins genäht und gefüllt werden.
Von der aktuellen Spendensumme soll unter anderem diese Gruppe finanziell unterstützt werden, um neues Material beschaffen zu können. Schutzengel und Tagebücher für die Patientinnen werden ebenfalls aus dem Spendenfonds gekauft, außerdem Kühlgeräte für die Kältebehandlung in der Tagesklinik, die vielen Frauen gegen manche Missempfindungen und Nebenwirkungen bei der Chemotherapie hilft. Außerdem möchte die Klinik kleine „Wohlfühlboxen“ für die Patientinnen anschaffen, mit denen sie ausprobieren können, was ihnen gut tut. Darin finden sie beispielsweise Lippenbalsam, Hand- und Fußcreme, Augentropfen für trockene Augen, Vitamine, eine Tuchmaske zur Entspannung fürs Gesicht und speziellen Nagellack, da die Nägel während der Chemotherapie oft ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden.