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Festkonzert, Klose, Konzertkirche, Koszalin, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg, Neubrandenburger Philharmonie, Städtepartner, Tag der Deutschen Einheit

Mit dem traditionellen Festkonzert hat die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg am 3. Oktober den Tag der Deutschen Einheit gefeiert. Zu den Gästen in der Konzertkirche gehörte in diesem Jahr auch eine Delegation aus der polnischen Partnerstadt Koszalin um Stadtpräsident Tomasz Sobieraj und seine Stellvertreterin Beata Górecka.
Oberbürgermeister Nico Klose stellte in seiner Festrede (siehe Anhang) die Frage in den Mittelpunkt, was Einheit 36 Jahre nach der Wiedervereinigung heute bedeutet. Dabei warb er dafür, gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht mit Gleichförmigkeit gleichzusetzen. Unterschiedliche Erfahrungen, Überzeugungen und Meinungen gehörten zu einer Demokratie – entscheidend sei, wie Menschen miteinander umgehen und ob sie trotz ihrer Unterschiede gemeinsam handeln können.
„Vielleicht gibt es kaum ein schöneres Bild für unsere Demokratie und unser Zusammenleben als ein Orchester. Denn ein Orchester lebt nicht davon, dass alle Instrumente gleich klingen. Jedes Instrument hat seine eigene Stimme. […] Und erst wenn all diese unterschiedlichen Stimmen zusammenkommen, entsteht Musik“, sagte Oberbürgermeister Nico Klose.
Städtepartnerschaft seit mehr als 50 Jahren
Neubrandenburg und Koszalin verbindet seit 1974 eine Städtepartnerschaft. Der diesjährige Besuch knüpft an zahlreiche Begegnungen und den regelmäßigen Austausch zwischen beiden Städten an. Erst in diesem Jahr war eine Neubrandenburger Delegation in Koszalin zu Gast, um gemeinsam mit der polnischen Partnerstadt deren 760-jähriges Stadtjubiläum zu feiern. Nun erwidert Koszalin den Besuch rund um den Tag der Deutschen Einheit in Neubrandenburg.
Von Freitag bis Montag erwartet die Gäste ein Programm aus Kultur, Begegnung und fachlichem Austausch. Neben dem Festkonzert gehören dazu ein Empfang durch Oberbürgermeister Nico Klose und Stadtpräsident Thomas Gesswein in der Kunstsammlung, eine gemeinsame Kunstaktion mit dem Neubrandenburger Künstler Paul Raddatz sowie Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung. Zum Abschluss ist ein fachlicher Austausch zu den Themen Veranstaltungen, Generationenkoordination und Kultur vorgesehen.
Konzertkirche und Philharmonie begehen Jubiläen
Nach der Nationalhymne und der Festrede des Oberbürgermeisters gehörte die Bühne am Tag der Deutschen Einheit der Neubrandenburger Philharmonie. Unter Leitung von Generalmusikdirektor Daniel Geiss erklangen das Vorspiel zum ersten Akt aus Richard Wagners „Lohengrin“, der Orchesterliederzyklus „Sommerliebe“ von Oliver Gruhn sowie die Orchestersuite aus Richard Strauss’ „Der Rosenkavalier“. Als Solistin war die Sopranistin Diana Schnürpel zu erleben.
Das Festkonzert fiel in diesem Jahr zugleich in ein besonderes Jubiläumsjahr der Neubrandenburger Kulturlandschaft: Die Konzertkirche feiert ihr 25-jähriges Bestehen als Konzertstätte, die Neubrandenburger Philharmonie ihr 75-jähriges Bestehen.
Diese beiden Jubiläen nahm Oberbürgermeister Nico Klose zum Abschluss seiner Festrede auf. Die Konzertkirche stehe mit ihrer Entwicklung von der im Krieg schwer zerstörten Kirche über die jahrzehntelange Ruine bis zum heutigen Kultur- und Begegnungsort für Wandel und Erneuerung. „Sie haben aus einem Ort der Zerstörung einen Ort der Begegnung geschaffen. Einen Ort der Kultur. Einen Ort, an dem Vergangenheit bewahrt und Zukunft gestaltet wird“, sagte Klose mit Blick auf diejenigen, die sich für die Konzertkirche eingesetzt haben.



