Schlagwörter

, , , , ,

Zum offiziellen Abschluss des Breitbandausbaus in den Projektgebieten rund um Neubrandenburg kamen die Beteiligten zu einem Treffen in der Bibliothek Altentreptow zusammen. Von links: neu.sw und neu-medianet Vertreter Ingo Meyer, Olf Häusler, Sören Schmidt; Altentreptows Bürgermeisterin Claudia Ellgoth; Breitband-Projektleiter neu-medianet Lutz Jungnickel; Staatssekretärin im Ministerium für Inneres und Bau des Landes M-V Ina-Maria Ulbrich; Seenplatte-Landrat Thomas Müller, Regionalleiterin des Projektträgers Aconium Christine Wetzel. Foto: Neubrandenburger Stadtwerke

Nach mehreren Jahren intensiver Bau- und Planungsphase ist der geförderte Glasfaserausbau in fünf Projektgebieten im Landkreis Mecklenburgische beendet – und damit eines der größten Infrastrukturprojekte der Region rund um Neubrandenburg. Der Landkreis und das beauftragte Unternehmen neu-medianet, ein Tochterunternehmen der Neubrandenburger Stadtwerke, zogen jetzt beim feierlichen Abschluss in Altentreptow eine positive Bilanz. Dort waren sie zu Gast in der Stadtbibliothek, die ebenfalls ans Glasfasernetz angeschlossen ist.

Im Rahmen des geförderten „Weiße-Flecken-Programms“ von Bund und Land wurden in den Gebieten Stavenhagen Land, Friedland, Altentreptow, Penzlin sowie Burg Stargard seit dem Sommer 2018 mit rund 83 Millionen Euro Fördermitteln von Bund und Land mehr als 16.000 Adressen an das moderne Breitbandnetz angeschlossen, darunter knapp 500 Unternehmen und 21 Schulen. In diesem Glasfasernetz sind nun Bandbreiten bis zu 1.000 Mbit/s möglich.

Schnelles Netz für Verwaltung, Wirtschaft und Alltag

Altentreptow gehört zu den Kommunen, die ihre gesamte Verwaltung mit Glasfaser versorgen ließen, darunter die Stadtbibliothek, in der nun gefeiert wurde. Sehr zur Freude von Bürgermeisterin Claudia Ellgoth: „Für Altentreptow ist der Glasfaserausbau ein wichtiger Schritt nach vorn. Wir profitieren nicht nur als Verwaltung, sondern auch als Wohn- und Wirtschaftsstandort. Schnelles Internet ist heute eine zentrale Voraussetzung für Bildung, Arbeit und Lebensqualität – umso wichtiger ist es, dass unsere Stadt hier gut aufgestellt ist.“

Landrat Thomas Müller sieht im erfolgreichen Glasfaserausbau ein Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des Landkreises. „Es ist eine Investition in gleichwertige Lebensverhältnisse und bedeutet, dass auch der ländliche Raum Anschluss an die digitale Entwicklung hält“, sagte er und ergänzte: „Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses komplexe Projekt mit großem Engagement umgesetzt haben. Die geschaffene Infrastruktur ist ein entscheidender Standortfaktor für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und kommende Generationen.“

Mehr als 1.000-Kilometer-Trasse

Die Aufträge für die fünf Projektgebiete rund um Neubrandenburg hatte die neu-medianet GmbH erhalten, ein Tochterunternehmen der Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw). Geschäftsführer Ingo Meyer zeigte sich im Rückblick stolz auf die geleistete Arbeit. Die unterirdische Glasfasertrasse in allen fünf Projektgebieten ist insgesamt 1.150 Kilometer lang und entspricht damit etwa der Strecke von Neubrandenburg nach Paris. Dafür wurden im Laufe der Bauarbeiten 1.000 große Kabeltrommeln „abgewickelt“.

„Als Bund und Land das Förderprogramm aufgelegt haben, waren wir in Neubrandenburg bereits mitten im Glasfaserausbau. Wir konnten also auf wertvolle Erfahrung zurückgreifen und wussten, dass wir ein Projekt dieser Größenordnung im Ausbaugebiet erfolgreich umsetzen können“, blickte Ingo Meyer auf den Start zurück.

Er betonte: „Von Anfang an haben wir das Netz konsequent gigabitfähig geplant – und erfüllen damit heute selbst in den Bereichen, in denen wir schon 2018 begonnen haben, alle Anforderungen moderner Hochleistungsnetze. Dabei sind wir bewusst über die damaligen Standards hinausgegangen und haben auf modernste Qualität gesetzt. Für uns ist der Glasfaserausbau nicht nur ein technisches Großprojekt. Er ist ein klares Bekenntnis zur Region und schafft eine stabile, zukunftssichere Infrastruktur.“

Anschluss an Glasfasernetz weiter möglich

Auch nach dem offiziellen Abschluss der Förderprojekte bleibt ein Glasfaseranschluss möglich. Der ist nun zwar kostenpflichtig, bringt jedoch weiterhin einen deutlichen Mehrwert für die Immobilie. Häufig entsteht der Bedarf erst im Nachhinein – zum Beispiel, wenn Eigentümerinnen und Eigentümer ihr Haus oder ihre Wohnung erst nach Abschluss der Ausbauarbeiten beziehen.

Für die neu-medianet und die Neubrandenburger Stadtwerke bleiben der Betrieb und der weitere Ausbau des Netzes zentrale Aufgaben. Ziel ist es, die geschaffene Infrastruktur langfristig zuverlässig zu betreiben und bei Bedarf weiter zu verdichten – damit die Region auch künftig leistungsfähig und digital gut aufgestellt bleibt.