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Innenminister Christian Pegel hat heute gemeinsam mit Rogan Liebmann, Direktor des Landeskriminalamtes, die Zahlen zur Politisch motivierten Kriminalität (PMK) in Mecklenburg-Vorpommern für das Jahr 2025 vorgestellt. Die Auswertung der Daten zeigt, dass die Fallzahlen auf dem Niveau des Vorjahres liegen: Wie aus dem Lagebild des Landeskriminalamtes hervorgeht, wurden insgesamt 3.360 Fälle registriert – ein Anstieg um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2024: 3.317).

„Die aktuellen Zahlen bewegen sich auf dem Niveau des Vorjahres. Vor dem Hintergrund des deutlichen Anstiegs im Jahr 2024 ist das jedoch keine Entwarnung, weil wir damit leider auf einem sehr hohen Niveau von politisch motivierten Straftaten verharren. Politisch motivierte Kriminalität richtet sich gegen das demokratische Miteinander und basiert auf Einschüchterung und Polarisierung. Sie ist und bleibt damit eine Gefahr für unser demokratisches Zusammenleben. Die größte Gefahr geht in Mecklenburg-Vorpommern leider auch weiterhin von rechten Straftaten aus.“, betont Innenminister Christian Pegel in Schwerin.

Zahlen und Entwicklungen im Überblick

Mit 2.282 erfassten Delikten wurden für PMK -rechts- die meisten der Fälle registriert – eine Zunahme von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 2.184). Vor allem Propagandadelikte (2025: 1.566 Fälle; 2024: 1.476) prägen dieses Phänomen. Die häufig niedrige Hemmschwelle und das geringe Entdeckungsrisiko bei Propagandadelikten begünstigten die Begehung von Straftaten im öffentlichen Raum – insbesondere durch Sachbeschädigungen mit Farbe und Sprühereien. 103 Gewaltdelikte wurden im vergangenen Jahr in diesem Phänomenbereich registriert. (2024: 113 Fälle).

Im Bereich der PMK -links- ist mit 392 festgestellten Straftaten ein Anstieg um 31 Fälle im Vergleich zum Jahr 2024 zu verzeichnen. Mit 209 Fällen bilden Sachbeschädigungen den deliktischen Schwerpunkt. Im Jahr 2025 wurden 17 Gewaltdelikte diesem Phänomenbereich zugeordnet (2024: 19 Fälle). Ein Anstieg ist bei den Verstößen gegen das Versammlungsgesetz zu verzeichnen (2025: 57; 2024: 28)

Im Jahr 2025 wurden 637 Straftaten als PMK -sonstige Zuordnung- erfasst (2024: 734), darunter 12 Gewaltdelikte (2024: 17). Ein Rückgang ist ebenfalls bei den Fällen von Beleidigung (2025: 87; 2024: 152) und Sachbeschädigung (2025: 255; 2024: 275) festzustellen.

Die Anzahl der Straftaten im Phänomenbereich PMK -ausländische Ideologie- stieg im Jahr 2025 auf 26 (2024: 22). Im Phänomenbereich PMK -religiöse Ideologie- wurden für das Jahr 2025 insgesamt 23 Straftaten verzeichnet (2024: 16).

Mehr Straftaten mit Tatmittel Internet

Die Zahl der Straftaten, die unter Nutzung des Tatmittels Internet einschließlich sozialer Netzwerke begangen wurden, ist 2025 mit 740 Fällen (2024: 670 Fälle) gestiegen. Mit 298 Fällen wurden ebenfalls mehr Hasspostings registriert als im Vorjahr (2024: 287 Fälle).

„Hass im digitalen Raum ist kein isoliertes Phänomen einzelner Kommentare. Er ist Ausdruck politisch motivierter Kriminalität und richtet sich gezielt gegen Menschen, deren Herkunft, Religion oder Identität zum Angriffspunkt gemacht wird“, so Innenminister Pegel. „Digitale Hasskriminalität verschiebt Grenzen im Stillen. Dem setzen wir eine klare Linie staatlichen Handelns entgegen. Das bleibt eine Aufgabe, der wir uns dauerhaft stellen werden.“

Für das Jahr 2025 wurden insgesamt 740 Fälle registriert, die mit dem Tatmittel Internet, einschließlich sozialer Netzwerke, begangen wurden (2024: 670).

Mehr Informationen im Anhang:

Präsentation PMK