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Fotos: R. Wegner

Das Desaster kam mit Ansage. Bereits letztes Wochenende war klar, dass bei steigenden Temperaturen die Lage an diesem Wochenende dramatisch wird. Bei Temperaturen um 8 Grad und reichlich Niederschlag drang das Wasser nun von den Feldern im Umkreis von mehr als 1 km auf die Landesstraße L 28 in der Ortslage Sandhagen vor.

Auf den umliegenden Feldern bildeten sich zahlreiche Flüsse und Seen, die sich an der tiefsten Stelle auf die Landesstraße sturzbachartig ergossen. Einen Teil des Wassers konnten die Freiwilligen Feuerwehren Kotelow, Lübbersdorf und Schwichtenberg/Klockow von der Straße „Mecklenburger Hof“ auf ein gegenüberliegendes Feld umleiten. Weitere Pumpen wurden auf dem Feld und bei der alten Schule eingesetzt. Die Arbeiten werden bis in die Abendstunden andauern. Die Anwohner hoffen, dass es gelingt, das Wasser von den Grundstücken fernzuhalten.

Anwohner schütteln die Köpfe

Dass es wiederholt soweit kommen musste, schreiben die betroffenen Anwohner in einer Mail an Strelitzius mehreren Verantwortlichen zu. Da wäre zum einen der Straßenbaulastträger, das Land, welches durch die Straßenmeisterei Neubrandenburg vertreten wird. Als die Straße vor Jahren saniert wurde, wurden unter der Straße querverlaufende Rohre zur Entwässerung der Felder weggerissen, sagen die Betroffenen kopfschüttelnd. Zudem gibt es an der L 28 an den neuralgischen Punkten keine Straßengräben, die das Wasser bis zum Abzweig Mecklenburger Hof und auf die andere Straßenseite leiten könnten. „Hier muss unbedingt eine Querleitung unter der Straße hin, die das Wasser unter der Straße langführt!“, fordern die Anwohner.

Wer ebenfalls Teil der Lösung sein könnte, sind die Flächeneigentümer und die Pächter der Ackerflächen. Durch Dämme und Gräben auf der Feldseite, könnte das Wasser bereits in 1 km Entfernung am Überlaufen gehindert werden. Weitere Dämme und Gräben wären als Hochwasserschutzmaßnahme am Rande des Feldes notwendig. Um hier alle an einen Tisch zu bringen, sehen die Anwohner die Gemeinde Galenbeck und das Amt Friedland in der Pflicht. Dies haben sie auch dem Bürgermeister der Gemeinde, Thomas Herrholz (SPD), so mitgeteilt, heißt es.

Vor über zehn Jahren gab es bereits eine Vorplanung der Gemeinde zu einem Rückhaltebecken auf dem Feld. Leider wurde diese Planung, aus Kostengründen, nicht in die Tat umgesetzt. Die Anwohner hoffen, dass nun endlich eine Lösung herbeigeführt wird. Einen großen Dank wollen die Anwohner noch den mehr als 30 Feuerwehrmännern und -Frauen aussprechen, die mit Mensch und Material ihr Möglichstes gegeben haben.