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Gemälde, Großherzogliches Palais, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Schlosshotel

Nach längerer Diskussion mit dem Land sind zwei historische Gemälde wieder an ihre angestammten Plätze im ehemaligen Großherzoglichen Palais in Neustrelitz zurückgekehrt, wenn auch zunächst nicht als Originale, sondern als hochwertige Kopien. Die Originalgemälde befinden sich weiterhin im Landesbestand in Schwerin.
Das Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege hatte im Zuge des Eigentümerwechsels die beiden 1915 eigens für das Palais geschaffenen großformatigen Kunstwerke „Frühling“ und Herbst“ aus dem Treppenhaus des Palais entfernt (Strelitzius berichtete). Eine diesbezügliche Anfrage meinerseits im Frühsommer vergangenen Jahres ist zwar vom Landesamt ans Schweriner Kulturministerium weitergeleitet, aber bis heute nicht beantwortet worden. So interessiert in Neustrelitz natürlich, was das Land mit den Gemälden vor hat.
Andreas Krumme, Betreiber des im Juni vergangenen Jahres im Palais eröffneten Schlosshotels Neustrelitz, zeigt sich dennoch zufrieden mit der nun gefundenen Lösung. „Nach dem medialen Druck und dem klaren Engagement des Stadtpräsidenten Max Odebrecht ist diese Kompromisslösung nun umgesetzt worden. Ich bin froh, dass die Gemälde, auch wenn es Kopien sind, wieder dort hängen, wo sie historisch hingehören. Dafür danke ich dem Stadtpräsidenten ausdrücklich“, so mein Blogpartner Krumme.
Raumwirkung wiederhergestellt
Die Reproduktionen sind so aufwändig gefertigt, dass sie für Besucherinnen und Besucher kaum von den Originalen zu unterscheiden sind. Damit ist ein zentraler Bestandteil der historischen Raumwirkung im Schlosspalais wiederhergestellt.
Auch Max Odebrecht begrüßt die Lösung. „Ich bin froh, dass wir gemeinsam mit dem Land eine pragmatische und unkomplizierte Lösung gefunden haben, die dem Schlosspalais und der Öffentlichkeit zugutekommt.“ Gleichzeitig macht Odebrecht deutlich, dass die Stadt die Originale nicht aus dem Blick verlieren wird. „Die Originalgemälde sind Teil des kulturellen Erbes von Neustrelitz. Auch wenn wir mit der jetzigen Lösung zufrieden sind, werden wir das Thema weiter im Auge behalten und uns weiterhin für einen angemessenen Umgang mit diesem Kunstgut einsetzen.“ Mit der Rückkehr der Gemälde, wenn auch als Reproduktionen, sei vorerst ein Zeichen gesetzt.
