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Barattini, Deutsche Tanzkompanie, Luft, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Verabschiedung

Am vorletzten Tag des Jahres 2025 zeigte die Deutsche Tanzkompanie im Neustrelitzer Landestheater noch einmal ihre gefeierte aktuelle Produktion aus dem Elemente-Zyklus: „LUFT. Eine Tanzallegorie“. Stück wie Vorstellungstermin boten dabei auch Anlass zu Rück- und Vorschau. Die letzte Vorstellung von „Luft“ in Neustrelitz war eben nur die letzte Vorstellung der Deutschen Tanzkompanie im Jahr 2025. „Viele Produktionen und Vorstellungen werden folgen“, wie Marco Zabel unter starkem Applaus betonte und damit knapp aber durchaus emotional auf die langjährige Unsicherheit, zugleich aber auf die Zukunftssicherung des Ensembles hinwies.
Ein bisschen Wehmut kam allerdings auf, als der Geschäftsführende Direktor sich nach der starken Vorstellung besonders bei Emma Lucia Barattini bedankte und die italienische Tänzerin verabschiedete. Über Portugal, wo sie am Nationalen Konservatorium Lissabon und an der Pallco Performing Arts School studierte, und die Schweiz, wo sie 2020 zur Genfer Juniorkompanie stieß, war Barattini 2022 für die Jubiläumsproduktion „Carmina Burana“ nach zur DTK gekommen. Schnell war sie zu einem festen Bestandteil des Ensembles geworden und blieb – nunmehr volle vier Jahre. In denen sie (in Soli wie in Gruppennummern) eine große Präsenz entfaltete, und sich mit Können und Leidenschaft in die Herzen des Publikums tanzte. In einer kurzen Würdigung blieben Ausdrucksvermögen, Stärke, aber auch Barattinis Ausstrahlung nicht unerwähnt, ja, auch die Grandezza, die sie mit nach Neustrelitz brachte.
Noch zwei Mal „Momentum“
Dank und Glückwünschen folgte unmittelbar ein „Bis bald!“ („E a presto!“). „Wir sind glücklich, Emma schon bald wieder als Gast begrüßen zu können: schon im März, wenn die bisher einmalig gebliebene Vorstellung von „Momentum“ in Neubrandenburg und Neustrelitz noch jeweils einmal präsentiert wird“, so mein Blogpartner Marco Zabel. „immer wieder nachgefragt, könne der ganz auf den Augenblick gerichtete Abend (Strelitzius sprach im Juni von einem „riesigen Geschenk“) also noch zwei Mal gezeigt werden.
Wie hieß es in der Ankündigung vor einem Jahr? „Momentum steht im Englischen für die Bezeichnung der physikalischen Größe Impuls: Tanz braucht Impulse, Schwung, Kraft. Im Lateinischen steht derselbe Ausdruck für die Dauer einer Bewegung. Wie lange also werden wir (zusammen) tanzen? Wie weit reicht der Schwung? (…) Tänzerinnen und Tänzer, die für einen Wimpernschlag der Geschichte als Ensemblemitglieder der Deutschen Tanzkompanie in Neustrelitz vereint sind, treten aus ihrer derzeitigen Rolle heraus, entwickeln eigene, sehr persönliche Choreographien, für ihre Kollegen, für sich, für uns.“
Die Deutsche Tanzkompanie will das Momentum als über den Jahreswechsel festhalten, mit dem gleichnamigen Stück, personell und künstlerisch und natürlich auch mit ihrem Elementezyklus, an dessen Abschlussproduktion „ERDE“ ab 5. Januar im Ballettsaal gearbeitet wird. Ich bin schon gespannt auf die Stückeinführung am kommenden Montag und werde am Nachmittag hier im Blog berichten.